Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Neue Regeln für die Erste-Hilfe-Kurse

Pressefoto_DRK_Solingen_EH-KurseBremen (rd.de) – Ab heute gelten die neuen Richtlinien für Erste-Hilfe-Kurse. Wichtigste Änderung ist die Verkürzung auf neun Unterrichtseinheiten (UE) zu jeweils 45 Minuten. Somit kann ein Erste-Hilfe-Kurs jetzt an einem Tag abgeschlossen werden. Damit verbunden ist eine Straffung der Unterrichtsinhalte.Wie wir berichteten haben sich Anfang 2015 die fünf Hilfsorganisationen zusammen mit den Berufsgenossenschaften in der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste-Hilfe (BAGEH) auf verbindliche Standards in der Ersten-Hilfe-Aus- und Fortbildung geeinigt.

Die neuen Erste-Hilfe-Kurse werden „mehr Praxistraining und weniger Theorie bieten“, erklärt der Präsident des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg, Dr. Lorenz Menz. Der Anteil an medizinischem Wissen wird zurückgefahren. Deutlich mehr im Vordergrund steht das praktische Handeln. Damit sollen die Basismaßnahmen besser eingeprägt werden können.

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„Die wichtigsten lebensrettenden Maßnahmen sind natürlich auch weiterhin Bestandteil der Erste-Hilfe-Ausbildung“, erklärt Klaus Schumacher, Lehrkraft an der DRK-Landesschule Baden-Württemberg. Erhalten bleiben die Wiederbelebung, die Wundversorgung und das Einsetzen des automatisierten externen Defibrillators (AED).

In Deutschland gibt es noch immer zu wenige die Erste Hilfe leisten können. „Die kürzeren und kompakteren Kurse sollen mehr Menschen dazu motivieren, ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen“, betont Christian Kamp, Referent für Notfallausbildung beim ASB. Im neuen Ausbildungsstandard wird auch die gute Notfallversorgung in Deutschland berücksichtigt. So sind es statistisch im längsten Fall 15 Minuten, die durch einen Ersthelfer überbrückt werden müssen.

Von der Neuordnung betroffen ist auch der Kurs „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“ für angehende Kraftfahrer. Dieser wird künftig um eine UE auf insgesamt neun UE verlängert. Ein gesetzlicher Beschluss des Bundesrates dazu soll im Juni 2015 erfolgen.

(01.04.2013; Foto: DRK Solingen)

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