Antiarrhythmische Therapie: bradykarde und tachykarde Rhythmusstörungen

(Bild: Markus Brändli)Bremen (rd_de) – Akute Rhythmusstörungen des Herzens sind ein häufiger Grund, dass der Rettungsdienst verständigt wird. Im aktuellen Rettungs-Magazin (01/2019) stellen wir die aktuellen Therapiealgorithmen vor, mit deren Hilfe bradykarde oder tachykarde Arrhythmien und hämodynamisch stabile oder instabile Tachykardien behandelt werden können.

Bradykarde Rhythmusstörungen

• Sinusbradykardie (zum Beispiel bei Tachykardie-Bradykardie-Syndrom, Sick-Sinus-Syndrom, Sinuatrialer Block)
• bradykardes Vorhofflimmern (als Variante des Vorhofflimmerns)
• respiratorische Sinusarrhythmie (physiologisch, vor allem bei Jugendlichen)
• nicht-respiratorische Sinusarrhythmie (zum Beispiel bei Sick-Sinus-Syndrom)
• Störungen der Erregungsleitung (Sinuatrialer Block, atrioventrikulärer Block Grad I – III, intra-ventrikuläre Blockierungen, zum Beispiel bei Myokarditis)

Tachykarde Rhythmusstörungen

regelmäßige Schmalkomplextachykardien:
• Vorhofflattern (Vorhoffrequenz typisch: 240 – 350/min, oft 2:1 übergeleitet, Kammerfrequenz 120 – 170/min)
• AV-Reentrytachykardie (AVRT) wie WPW-Syndrom
• AV-Knoten-Reentrytachykardie (AVNRT)
• permanente junktionale Reentry-Tachykardie
• fokale atriale Tachykardie

unregelmäßige Schmalkomplextachykardien:
• Vorhofflimmern, Tachyarrhythmia absoluta: Vorhoffrequenz über 350/min
• unregelmäßig übergeleitetes Vorhofflattern: wechselnd 2:1, 3:1, 4:1 übergeleitet bei AV-Block Grad II (Schutzblock)
• multifokale atriale Tachykardie

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(Text: Dr. Ingo Blank, Chirurg und Notarzt, Symbolfoto: Markus Brändli)

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