Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Wasserwacht München stark gefordert

(Bild: Wasserwacht München)München (BRK) – Dieses Jahr blickt die Wasserwacht des Münchner Roten Kreuzes auf eine besonders herausfordernde Saison zurück. Durch die Corona-Pandemie stand die Wasserwacht vor der Hürde, die Sicherheit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zu gewährleisten und trotzdem den Wachdienst an den Seen, im Freibad Unterhaching und der Isar voll zu besetzen.

Deswegen wurde bis zum Beginn der Wachsaison ein strenges Hygienekonzept erstellt. Infektionsschutzkleidung, kontaktlose Fieberthermometer und zusätzliche Klingeln an jeder Wachstation wurden beschafft und ausgeliefert, bevor der Regelwachbetrieb beginnen konnte. Die Wachmannschaften wurden besonders geschult, auf die notwendige Anzahl reduziert und nur bei sehr hohem Badegastaufkommen entsprechend aufgestockt.

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An den Münchner Seen registrierten die Wasserwachtler trotz des wechselhaften Wetters einen stark erhöhten Besucherstrom. 25.286 Stunden ehrenamtlicher Dienst wurden zwischen Mai und September geleistet. 407 Erste-Hilfe-Leistungen – vom Bienenstich über Schnittverletzungen bis hin zu Herz-Kreislauf-Problemen – wurden durch die ehrenamtlichen Helfer durchgeführt. 12-mal wurden vermisste Personen gesucht und 16 Lebensrettungen wurden im digitalen Wachbuch dokumentiert.

Auch bei der Wasserwacht München-Mitte gab es dieses Jahr außergewöhnlich viele Einsätze. 32 Personen in der hochwasserführenden Isar, davon 11 Personen in Lebensgefahr, die innerhalb eines Nachmittags gerettet werden mussten. Die Rettungskräfte eilten von einem Einsatz zum nächsten, der Helikopter suchte mehrfach nach eventuell abgetriebenen Personen. Das daraufhin von der Stadt München verfügte Bootfahrverbot auf der Münchner Isar wurde trotz aller Bemühungen den Sommer über vielfach ignoriert.

„Runter vom Steg!“ ist der Satz des Jahres bei der Wasserwacht München-Riem. Dieser Ausruf kommt nicht von ungefähr, denn die Wassertiefe unterhalb von Bootsstegen ist in der Regel zu niedrig, um hineinzuspringen. Ein junger Mann tauchte nach einem Sprung vom Steg nicht mehr auf, woraufhin seine Freunde die Wachmannschaft vor Ort alarmierten. Taucher der Wasserwacht fanden den Verunfallten schon Minuten nach der Alarmierung unter Wasser, brachten ihn an Land und die Reanimation wurde umgehend aufgenommen. Der Patient wurde mit dem Rettungsdienst und vorhandenem Spontankreislauf in einer Münchner Klinik weiter versorgt.

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