Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Studie zur Diagnosehäufigkeit ischämischer Herzerkrankungen

(Bild: Markus Brändli)Berlin (Zi) – Männer leiden weitaus häufiger an einer ischämischen Herzerkrankung als Frauen. 2018 waren Männer mit 8 Prozent mehr als doppelt so oft betroffen wie Frauen (3,9 Prozent). Zudem entwickelte sich die Erkrankungshäufigkeit im Untersuchungszeitraum bei Frauen und Männern unterschiedlich. Während die Prävalenz bei Frauen um 14 Prozent zurückging, blieb diese bei Männern zwischen den Jahren 2009 und 2018 nahezu unverändert.

Das sind die zentralen Ergebnisse einer Versorgungsatlas-Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi), die am Donnerstag (13.08.2020) in Berlin veröffentlicht wurde. Die jährliche Diagnoseprävalenz ist auf Basis krankenkassenübergreifender vertragsärztlicher Abrechnungsdaten für die Jahre 2009 bis 2018 auf Bundesebene, nach den Bereichen der Kassenärztlichen Vereinigungen und nach Kreisen ermittelt worden.

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Die Häufigkeit der ischämischen Herzerkrankung unterscheidet sich regional sehr stark. 2018 war der Anteil Erkrankter unter gesetzlich Versicherten in Ostdeutschland am höchsten. Die Diagnoseprävalenz lag hier mit 8,9 Prozent (ohne Berlin: 5,6 Prozent) deutlich über dem Wert für Westdeutschland (5,6 Prozent). Allerdings ist der Anteil älterer Menschen unter den gesetzlich Versicherten dort auch höher als in Westdeutschland. Berücksichtigt man den Einfluss der unterschiedlichen Altersstruktur in Ost und West, so verringert sich der Unterschied auf 1,4 Prozentpunkte (Prävalenz Ost: 6,7 Prozent, West: 5,3 Prozent).

Insgesamt zeigt sich eine positive Entwicklung in den besonders betroffenen Regionen Ostdeutschlands: In den Jahren 2009 bis 2018 ging der Anteil Erkrankter um insgesamt 16 Prozent und damit stärker zurück als im gesamten Bundesgebiet (-7 Prozent). Die bestehenden regionalen Unterschiede haben sich somit in den letzten zehn Jahren zunehmend angeglichen.

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