SolidAHRität auch nach der Hochwasserkatastrophe

(Bild: Martin Gausmann/BBK)Bad Neuenahr-Ahrweiler (BBK) – Vor etwa einem halben Jahr zerstörte Hochwasser im Westen Deutschlands ganze Landstriche an Ahr und Erft. Noch immer sind die Aufräumarbeiten nicht abgeschlossen. Wohl am stärksten von den Zerstörungen der Flut betroffen ist der Landkreis Ahrweiler.

Die Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (BABZ) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) unterstützt den Kreis mit unterschiedlichen Maßnahmen.

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Die BABZ liegt mitten im Ahrtal. Aufgrund ihrer erhöhten Lage oberhalb von Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde sie von der Flutwelle weitestgehend verschont. Bereits direkt nach dem Hochwasser wurden die Räumlichkeiten an der Ramersbacher Straße der Technischen Einsatzleitung (TEL) des Kreises Ahrweiler zur Verfügung gestellt.

Die ursprüngliche Räumlichkeit der TEL im Kreishaus entsprach nicht mehr den Anforderungen. Ebenso sorgte die BABZ dafür, dass unter anderem der Führungs- und Verwaltungsstab der Aufsichts- und Dienstleitungsdirektion (ADD) des Landes in den Räumlichkeiten an der BABZ seine Führungs- und Leitungsaufgaben wahrnehmen konnte. Auch für die nächste Zeit bleibt diese Unterstützung seitens der Akademie bestehen.

„Für mich als Bürger des Kreises und Bevölkerungsschützer war und ist es eine Selbstverständlichkeit und zugleich eine Herzensangelegenheit, den Landkreis als unseren langjährigen Partner bei der Bewältigung dieser Krise aktiv zu unterstützen“, erklärt BABZ-Leiter Thomas Mitschke nach der Flut.

Neben der Technischen Einsatzleitung des Kreises wurden zudem Teile der Polizeiinspektion in Ahrweiler und des Ortsverbandes des Technischen Hilfswerks in den Räumen der BABZ untergebracht. Die Akademie hatte außerdem rund 70 Bürgerinnen und Bürger aus dem Ahrtal aufgenommen und betreut, deren Häuser und Wohnungen nach dem Hochwasser nicht mehr bewohnbar oder zerstört waren.

Die BABZ und der Kreis Ahrweiler arbeiten seit Jahren eng zusammen. Seit 2015 überlässt die Akademie dem Kreis beispielsweise einen CBRN-Erkundungswagen. Das Fahrzeug ist zum Spüren, Messen und Melden radioaktiver Quellen und chemischer Gefahren sowie dem Kennzeichnen und Überwachen kontaminierter Bereiche geeignet.

Der CBRN-Erkundungswagen war in den vergangenen Jahren in Altenahr stationiert und wurde im Sommer durch das Hochwasser stark beschädigt. Damit der Kreis auch weiterhin in CBRN-Lagen handlungsfähig bleibt, überlässt die BABZ ihm einen von zwei hauseigenen CBRN-Erkundungswagen, die für Schulungen vorgesehen sind.

Das Fahrzeug steht dem Kreis zur Verfügung, bis neue Auslieferungen durch das BBK an die Länder erfolgen können und das Land Rheinland-Pfalz dem Kreis Ahrweiler einen neuen CBRN-Erkundungswagen aus seinem Kontingent zuweist.

Darüber hinaus unterstützt die BABZ den Kreis bei der Lagerung von Materialien aus dem kreiseigenen Katastrophenschutzlager, das durch die Hochwasserkatastrophe ebenfalls stark beschädigt worden ist.

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