Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Seenotretter: Flottenerneuerung schreitet voran

(Bild: DGzRS)Bremen (DGzRS) – Auf Nord- und Ostsee sind die Seenotretter allein in den ersten zehn Monaten des Jahres 2019 bereits fast 2.000-mal im Einsatz gewesen. Die Besatzungen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben dabei 3.200 Menschen Hilfe geleistet. Allein mehr als 330 von ihnen wurden aus Seenot gerettet oder Gefahr befreit. Diese und weitere Zahlen präsentierte das Rettungswerk am Mittwoch (30.10.2019) anlässlich seiner Herbsteinsatzbilanz.

Auch die Modernisierung der Rettungsflotte schreitet voran. 2019 sind folgende Rettungseinheiten für Freiwilligen-Stationen getauft und in Dienst gestellt worden:

Anzeige

• Seenotrettungsboot „Gerhard Elsner“, Station Schilksee (10,1 Meter),
• Seenotrettungsboot „Peter Habig“, Station Wilhelmshaven (10,1 Meter),
• Seenotrettungsboot „Manfred Hessdörfer“, Station Breege (8,9 Meter),
• Seenotrettungsboot „Wolfgang Paul Lorenz“, Station Horumersiel (10,1 Meter).

2020 erhalten die Freiwilligen-Stationen Puttgarden und Norddeich weitere neue 10,1-Meter-Seenotrettungsboote in bewährter Aluminium-Bauweise. Über die Stationierung eines dritten, baugleichen Bootes ist noch nicht entschieden. In Auftrag gegeben haben die Seenotretter zudem kürzlich das dritte Seenotrettungsboot einer neuen 8,9-Meter-Klasse, abzuliefern ebenfalls 2020. Das aus robustem Polyethylen bestehende Vollkunststoffboot ist bis zu 38 Knoten (ca. 70 km/h) schnell.

Zudem lässt die DGzRS erstmals ein eigenes Trainingsschiff bauen. Damit bereitet sie sich darauf vor, verstärkt Personal selbst auszubilden und zu trainieren, da es immer weniger deutsche Seeleute gibt. Das 22 Meter lange Schiff, das 2021 auf der Seenotretter-Akademie Neustadt in Holstein in Dienst gestellt werden soll, wird ausdrücklich keine Rettungseinheit. Mit ihm trainieren die Seenotretter künftig dezentral auf den Stationen an Nord- und Ostseeküste.

2020 wird nach 35 Jahren zudem wieder ein Seenotrettungskreuzer auf den Namen „Hamburg“ getauft. Ferner sind ein weiterer 28-Meter-Seenotrettungskreuzer mit Tochterboot für Grömitz und ein dritter in Auftrag gegeben worden, dessen Station noch nicht mitgeteilt wurde.

Die für Borkum bestimmte „Hamburg“ wird am 19. April 2020 an der Elbphilharmonie getauft. Damit würdigt die DGzRS die langjährige Verbundenheit der Hamburger mit den Seenotrettern.

Produkt: Rettungs-Magazin 4/2019
Rettungs-Magazin 4/2019
Rettungsgasse+++BRK: Sanitätsdienst mit Elektro Mountainbike+++Analgesie durch Notfallsanitäter+++Sauerstofftherapie+++Rettmobil Bericht+++DGzRS: Neuer Bootstyp

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren