Schutz vor Angriffen: RTW mit Panikknopf

(Bild: Markus Brändli)Hannover – Die Zahl der Übergriffe auf Einsatzkräfte steigt. Jetzt hat die Feuerwehr Hannover reagiert: Panikknöpfe gehören ab sofort zur Standardausstattung der Rettungswagen (RTW).

Die Berufsfeuerwehr Hannover hat sämtliche zwölf RTW mit Panikknöpfen ausgestattet. Innerhalb des Behandlungsraums lässt sich nun per Knopfdruck die Tür verriegeln. Das Rettungsdienstpersonal soll sich so in das Fahrzeuginnere zurückziehen und vor Angriffen schützen können.

Laut Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), die sich auf eine Umfrage des DRK Niedersachsen bezieht, klagen Rettungsdienstmitarbeiter durchschnittlich über ein bis zwei Übergriffe pro Jahr. Doch auch Fälle von bis zu fünf Angriffen liegen vor.

Zentrale Anlaufstelle für Betroffene

Dabei geht die Gewalt nicht nur von Patienten oder deren Angehörigen aus. Auch Unbeteiligte attackieren die Sanitätskräfte. Zwar werden die Helfer geschult und erlernen Vorgehensweisen zur Deeskalation. Ein Panikknopf dient allerdings dem einfachen Schutz in brenzligen Situationen.

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV), die Dachorganisation der Feuerwehren, macht sich für die Einrichtung einer bundesweiten Anlaufstelle für von Übergriffen betroffene Einsatzkräfte stark. Eine entsprechende Resolution verabschiedete der Verband auf einer Deligiertenversammlung.

Neben der Berufsfeuerwehr verfügt auch die Johanniter-Unfall-Hilfe in der niedersächsischen Landeshauptstadt über drei RTW mit Panikknopf. Das DRK betreibt dagegen nur ein Fahrzeug mit einem solchen Mechanismus. Nachrüstungen sind derzeit nicht geplant.

Auch wenn bislang nur ein DRK-RTW in Hannover über einen Panikknopf verfügt: Innovation ist trotzdem vorhanden. Unser eDossier: DRK Hannover: der Innovations-Rettungswagen.

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