Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Saisonende für Johanniter-Motorradstaffeln

(Bild: Johanniter Bremen/Niedersachsen)Hannover (JUH) – Die Saison der Johanniter-Stauhelfer des Landesverbandes Niedersachsen/Bremen ist beendet. Eine zwar durch die Corona-Pandemie verkürzte, aber nicht weniger einsatzintensive Saison. Statt zu Beginn der Osterferien ging es erst Ende Mai auf die Bahn.

Die 68 Helfer der sieben Staffeln aus den Verbänden Ahlhorn, Aller-Leine, Bremen-Verden, Hildesheim, Northeim, Salzgitter und Hannover-Wasserturm haben 746-mal Verkehrsteilnehmern in prekärer Lage geholfen, sind insgesamt 91.963 Kilometer gefahren und haben 2.873 Stunden ehrenamtlich geleistet.

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„Hinter uns liegt eine ganz besondere Saison“, sagt Thorsten Renken, Landesfachberater der Motorradstaffeln, in Hinblick auf die Corona-Lage. „Eingespielte Routinen im Einsatz auf der Autobahn bei Hilfeleistungen mussten aufgrund der Corona-Hygiene-Maßnahmen neu gedacht werden“, sagt Renken. „Im Zweier-Team auf ‚Corona-Abstand‘ zu helfen, ist schon eine Herausforderung.“

Einer unter vielen Einsätzen des Jahres ist in besonderer Erinnerung geblieben: Im August unterstützten zwei Stauhelfer-Staffeln mit fünf Motorrädern Feuerwehr und Polizei bei einem großflächigen Waldbrand an der A7 bei Schwarmstedt. Die Johanniter nutzten den Rasthof Allertal als Getränkelager und verteilten bis zum frühen Morgen rund 1.500 Wasserflaschen an Verkehrsteilnehmer, die im Stau standen. Darüber hinaus wurden mehrere Hilfeleistungen durchgeführt.

„Mit den wendigen Motorrädern kamen wir gut durch“, erinnert sich Thorsten Renken. Jetzt gehen die 68 Helfer der sieben Motorradstaffeln in die Winterpause, um pünktlich zum Beginn der Osterferien 2021 wieder einsatzfähig zu sein – sofern es die Corona-Pandemie zulässt.

Die Johanniter-Stauhelfer sind in normalen Zeiten zwischen den Oster- und Herbstferien auf den Autobahnen unterwegs. Gerade in Urlaubszeiten kommt es vermehrt zu Unfällen. Häufig ist die Zufahrt zum Unfallort für Rettungsfahrzeuge versperrt. Beispielsweise, weil keine Rettungsgasse gebildet wurde. In solchen Situationen sind die Johanniter-Stauhelfer mit ihren wendigen Maschinen besonders gefragt. Sie sichern Unfallstellen oder Pannenfahrzeuge ab und leisten Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst bzw. der Pannenservice eintrifft. Darüber hinaus gehört die Versorgung von im Stau stehenden Verkehrsteilnehmern mit Erfrischungen, Kinderspielzeug und Umleitungsempfehlungen zu den Aufgaben der Biker.

Die Einsätze der Johanniter-Stauhelfer sind sowohl für die zu versorgenden Personen als auch für die Kommunen und Polizei kostenfrei. Damit die Helfer auf die besonderen Herausforderungen bestens vorbereitet sind, fördert der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt die Ehrenamtlichen finanziell sowie mit einem Motorrad-Fahrsicherheitstraining. Darüber hinaus wird die Ausstattung der Fahrer, technisches und medizinisches Material sowie die Unterhaltung der Motorräder über Spenden finanziert.

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