Rettungsorganisationen unterstützen Menschen in der Ukraine

(Bild: Ukrainisches Rotes Kreuz / IFRK)Berlin (rd_de) – Eine Welle der Solidarität für die vom Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine hat auch Hilfsorganisationen und -dienste aus Deutschland erfasst.

Ein Hilfstransport von I.S.A.R. Germany und der Partnerorganisation BRH Bundesverband Rettungshunde ist am Freitagmittag (04.03.2022) von Hünxe in Nordrhein-Westfalen in die Ukraine gestartet. An Bord sind mehrere Tonnen Ausrüstung zur intensivmedizinischen Versorgung von Patienten. Darunter Medikamente, Narkosemittel, Infusionen, chirurgisches Besteck, ein OP-Tisch, OP-Kleidung, Verbandmaterial und Beatmungsgeräte. Außerdem werden eine Ausrüstung für Starlink-Satelliten-Internet, Zeltheizungen, Isomatten, Notstromaggregate, Hygienesets und Sterilisatoren in das Kriegsgebiet gebracht. Finanziert wird der Transport durch die „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.“.

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„Die Menschen in der Ukraine brauchen dringend Hilfe. Für uns ist es wichtig, unsere Erfahrungen aus internationalen Einsätzen einbringen zu können“, so I.S.A.R. Präsidentin Dr. Daniela Lesmeister.

An Bord des Transports sind auch eine Tonne lang haltbare Lebensmittel und mehrere Tausend Powerbanks. Diese sind von Unternehmen gespendet bzw. aus Spendengeldern von Privatpersonen finanziert worden. Insgesamt werden mit dem Transport 15 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine gebracht.

Das Technische Hilfswerk (THW) transportiert Hilfsgüter von Bund und Ländern für die Kriegsopfer des Ukrainekonfliktes. Zwei Lieferungen sind bereits in Polen angekommen, eine ist auf dem Weg und eine weitere startet in den kommenden Tagen, teilte das THW am Freitag (04.03.2022) mit. Aus Polen werden die Hilfsgüter dann weitertransportiert.

„Bei dem ersten Transport handelt es sich um 35 Paletten Material mit Stromerzeugern, Hygiene-Sets und medizinischer Ausstattung“, erläutert THW-Präsident Gerd Friedsam. Eine vom THW eingerichtete Logistikzelle bereitet derzeit weitere Hilfsgütertransporte in Anrainerstaaten vor.

Großraumrettungswagenfür die Ukraine

Bereits am Donnerstag (03.03.2022) machte sich ein Großraumrettungswagen des Kelsterbacher Rettungsdienst „Veritas Ambulanz“ auf den Weg in die Ukraine. Der Kelsterbacher Rettungsdienst „Veritas Ambulanz“ (bis Ende 2021 noch mfs Rettungsdienst) brachte den 13 Meter langen GRTW im Rahmen eines Hilfskonvois als Spende in das vom Krieg erschütterte Land. Im Inneren des Fahrzeugs ist Platz für mindestens sechs Patienten. Der GRTW wird an der polnisch-ukrainischen Grenze an eine befreundete Organisation übergeben und soll in der Ukraine bleiben. Es ist bereits das dritte Fahrzeug, das die Veritas-Ambulanz-Gesellschaft für die Ukraine spendet. Bereits 2021 und 2007 wurde jeweils ein Rettungswagen an ukrainische Mediziner übergeben.

Ein Hilfstransport mit medizinischem Material, das die Malteser in Lviv (Westukraine) für Ukrainerinnen und Ukrainer benötigen, ist ebenfalls am Donnerstag (03.03.2022) vom Niederrhein aus gestartet. Das Medikamentenhilfswerk Action Medeor hatte die beauftragten Waren im Wert von 60.000 Euro im Auftrag der Malteser bereitgestellt.

„Er ist Teil der Kette von Lieferungen, die wir dank vieler Geldspenden von Deutschland aus losschicken können“, sagt der Vorstand des deutschen Malteser Hilfsdienstes und Präsident von Malteser International Europa, Douglas Graf von Saurma-Jeltsch. Auch Grundnahrungsmittel, Schlafsäcke und Feldbetten werden weiterhin noch über die Grenze gebracht. Die Malteser in der Ukraine kochen warme Mahlzeiten für die Flüchtenden, die sich in bis zu 30 Kilometer langen Staus an der Grenze zu Polen befinden.

Das DRK hatte am Dienstag (01.03.2022) einen ersten Hilfskonvoi gestartet. Ziel ist das polnische Lublin. Er umfasst 3.280 Feldbetten, 4.680 Isomatten und mehr als 750 Hygienepakete, die jeweils für die Versorgung eines fünfköpfigen Haushalts für einen Monat ausgelegt sind. Die insgesamt 88 Tonnen Hilfsgüter wurden am Dienstag im DRK-Logistikzentrum Schönefeld auf fünf LKW verladen. In Lublin unterstützt ein Nothilfeexperte des DRK die Schwestergesellschaft, das Polnische Rote Kreuz, beim Aufbau eines Logistikdrehkreuzes. Von dort aus können die Nothilfegüter dann sobald möglich sowohl an die betroffene Bevölkerung in der Ukraine als auch an geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer in Polen verteilt werden.

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