Preis für analoge Darstellung einer virtuellen Realität

(Bild: Jan Klaassen/Johanniter)Hannover (JUH) – Für die Präsentation ihrer Forschungszwischenergebnisse sind die Projektpartner des Projektes ViTAWiN (Virtuell-augmentiertes Training für die Aus- und Weiterbildung in der interprofessionellen Notfallversorgung) auf dem Interdisziplinären Symposium zur Simulation in der Medizin (InSIM) ausgezeichnet worden.

Das Symposium fand in diesem Jahr online statt. Im Rahmen des InSiM bestand die Möglichkeit, Forschungsarbeiten, laufende Projekte und Entwicklungsvorhaben rund um das Thema Simulation in Form von Postern auszustellen. Es konnten sowohl wissenschaftliche als auch praxisorientierte Beiträge eingereicht werden.

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„Wir freuen uns natürlich über den Preis und sehen die Auszeichnung als Anerkennung unserer Forschungsarbeit und unsere Umsetzung, komplexe Ergebnisse strukturiert und verständlich aufzubereiten“, sagt Andreas Franke vom Team Projekt ViTAWIN – und das nur auf der Größe eines Posters.

Das Projekt ViTAWiN wird innerhalb des Programmes „Virtuelle und Erweiterte Realität (VR/AR) in der beruflichen Bildung (VRARBB)“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Die klare, praxisorientierte Erklärung des Projektes in Posterformat auf der InSIM überzeugte die Jury besonders – ein analoger Rundgang auf dem Papier durch eine virtuelle Welt. Nach Eintritt in das Programm auf Papier beginnt die virtuelle Reise im Pausenraum. In dieser Umgebung findet das Tutorial statt. An praktischen Tätigkeiten wie Radio einschalten, Paket aufschneiden und Kaffee kochen wird der Umgang mit der VR-Brille und der Funktionsweise der Hard- und Software trainiert.

Danach geht es virtuell direkt an eine Einsatzstelle. Die angehenden Notfallsanitäter und -sanitäterinnen nehmen etwa nach Eintreffen an der virtuellen Einsatzstelle zunächst mögliche Gefahren wie ein rauchender Grill in Augenschein und bewerten diese. Im Anschluss wird der simulierte Patient angesprochen und hinsichtlich vorhandener Lebensbedrohungen – beispielsweise geschwollene Atemwege – untersucht. Danach folgt der abstrahierte Transport und die Patientenübergabe im Schockraum der aufnehmenden Klinik.

Sowohl das Training als auch die Posterpräsentation werden mit dem Schritt der Evaluation beendet. „Eine solche Auszeichnung ist schön und spornt uns an, das Forschungsprojekt intensiv voranzutreiben“, sagt Franke.

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