Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

NRW stärkt Angebot der muslimischen Notfallbegleitung

(Bild: fsHH/pixabay.com)Düsseldorf (IM NW) – Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens möchte das Angebot der muslimischen Notfallbegleitung (PSNV) stärken und baut zu diesem Zweck die Ausbildungskapazitäten weiter aus.

Die gesellschaftliche Vielfalt im Land soll in der Notfallseelsorge noch stärker als bisher berücksichtigt werden. Das Angebot steht Angehörigen, Beteiligten und Einsatzkräften in akuten Notsituationen unterstützend zur Seite, so auch während der Pandemie und der aktuellen Unwetterkatastrophe.

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Die Notfallseelsorge wird in Nordrhein-Westfalen von den christlichen Kirchen angeboten. Bei Einsätzen mit muslimischen Betroffenen können die Helferinnen und Helfer jedoch vor religiösen, kulturellen oder sprachlichen Herausforderungen stehen. Die Landesregierung hat deswegen bereits 2019 den flächendeckenden Ausbau der muslimischen Notfallbegleitung beschlossen und fördert die Arbeit insgesamt mit mehr als 220.000 Euro.

Aufgrund der großen Nachfrage startet ab Herbst 2021 ein zweiter Ausbildungskurs am Niederrhein. Damit kann die Zahl der Notfallbegleiterinnen und -begleiter auf rund 80 Personen verdoppelt werden. Koordiniert wird die Arbeit von der Christlich-Islamischen Gesellschaft (CIG) in Köln.

In der Ausbildung zur muslimischen Notfallbegleitung werden insbesondere Inhalte der psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) vermittelt. Grundlage der Ausbildung sind die gemeinsamen Qualitätsstandards und Leitlinien zu Maßnahmen der psychosozialen Notfallversorgung der etablierten Hilfsdienste. Geplant ist, Weiterbildungsangebote künftig auch in anderen Teilen Nordrhein-Westfalens anzubieten.

Die Christlich-Islamische Gesellschaft ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung des Dialogs und der Verständigung von Christen und Muslimen mit Sitz in Köln. Sie kooperiert mit den bestehenden Systemen der Notfallseelsorge. Dozierende für die Kurse sind Fachkräfte aus der christlichen Notfallseelsorge, Polizei und Rettungsdiensten sowie für die spezifischen islamischen Inhalte muslimische Experten/innen aus diesem Bereich.

„Ich freue mich, dass das Angebot so gut angenommen wird und wir mit einem zusätzlichen Ausbildungskurs noch mehr Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger qualifizieren können“, sagt Serap Güler, Staatssekretärin für Integration. „Den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern danke ich im Namen der Landesregierung sehr für Ihren Einsatz. Besonders die letzten Wochen und Monaten haben uns gezeigt, wie wichtig Solidarität in der Not ist.“

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