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NRW: Hilfsorganisationen ziehen Corona-Zwischenbilanz

(Bild: Landtag NRW)Düsseldorf (pm) – Seit Ausbruch der Coronakrise im Februar 2020 sind die Hilfsorganisationen in Nordrhein-Westfalen im Dauereinsatz. Um die Pandemie zu bekämpfen, arbeiten ASB, DLRG, DRK, Johanniter und Malteser täglich Hand in Hand für die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen. Nun blicken die fünf Organisationen zurück und ziehen eine erste Zwischenbilanz.

Für die Hilfsorganisationen ist klar: Eine Einsatzlage wie die Coronakrise hat es bisher noch nicht gegeben. Trotz massiver eigener Betroffenheit durch Corona sind sie ein zuverlässiger, leistungsstarker und kreativer Partner des Bevölkerungsschutzes und der Gefahrenabwehr in Nordrhein-Westfalen. Notbetreuungsangebote bei Kita- und Schulschließungen sorgten für eine wertvolle Unterstützung der Familien im Land.

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Einsätze zur Probeentnahme, Fieberambulanzen und Quarantänestationen wurden durch überwiegend ehrenamtliche Kräfte betrieben. Durch die Hilfsorganisationen wurden Angebote im sozialen Ehrenamt geschaffen, um Einkaufs- und telefonische Besuchsdienste ins Leben zu rufen. Insbesondere ältere Menschen, die angehalten wurden, ihr Haus nicht zu verlassen und soziale Kontakte zu vermeiden, wurden so aus der sozialen Isolation geholt.

Die Hilfsorganisationen richteten darüber hinaus Hotlines ein, um Fragen der Bevölkerung zu beantworten oder an Einkaufsservices zu vermitteln. Im ganzen Land waren Vertreter der Hilfsorganisationen in örtlichen Krisenstäben der Behörden aktiv.

„Das bisherige Engagement, aber auch unsere Durchhaltefähigkeit über Wochen hinweg zeigen, welch unverzichtbaren Beitrag die Hilfsorganisationen zur Bewältigung dieser Krise im Land Nordrhein-Westfalen leisten“, betont Frank Langer, Leiter des gemeinsamen Einsatzstabes der Hilfsorganisationen. Nordrhein-Westfalen war erster großer Hotspot der Pandemie. Hier mussten sich die Einsatzkräfte besonders schnell auf eine dynamische und herausfordernde Lage einstellen.

Zuletzt sorgte der Ausbruch des Coronavirus im Kreis Gütersloh für einen Großeinsatz. Gemeinsam mit Kräften der Bundeswehr bildeten Ehrenamtliche der Hilfsorganisationen mobile Einsatzteams, um die über 1.000 Wohnstätten von Tönnies-Beschäftigten aufzusuchen und so bislang über 9.000 Tests vor Ort durchzuführen. In den eingerichteten Testzentren im Kreis Gütersloh wurden gemeinsam mit Kräften der Bundeswehr über 24.400 Testungen durchgeführt. Zudem versorgten die Einsatzkräfte die unter Quarantäne stehenden Menschen im Kreis mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln.

Im Kreis Warendorf unterstützten Kräfte von Maltesern, DRK und DLRG neben dem Einsatz in Abstrichzentren auch beim Betrieb der Corona-Hotline. 50.000 Anrufe konnten so in einer Woche Lockdown bearbeitet werden.

Im Kreis Steinfurt reaktivierten Kräfte der Malteser und des DRK im Zuge der hohen Infektionszahlen unter Tönnies-Mitarbeitern das dortige Fieberlazarett.

Seit Ausbruch der Pandemie kommt den Hilfsorganisationen eine besondere Aufgabe mit den teilweise sehr kurzfristigen Transporten der notwendigen Schutzausrüstung zu. Im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen transportieren ASB, Malteser, Johanniter und DRK palettenweise unterschiedliche Schutzausrüstung über die fünf Bezirksregierungen in die Kreise und kreisfreien Städte. Bis zum 17. Juli 2020 wurden allein rund 92 Millionen Atemschutzmasken, rund 2 Millionen Schutzkittel und -anzüge, rund 3,5 Millionen Schutzbrillen und -visiere, 15 Millionen Handschuhe, rund 1,3 Millionen Test-Kits und rund 222.000 Liter Desinfektionsmittel durch ehrenamtliche Kräfte der Hilfsorganisationen verteilt.

„Die Hilfsorganisationen ASB, Malteser, Johanniter, DLRG und DRK nehmen eine Schlüsselrolle in der Bekämpfung dieser Pandemie ein. In den letzten Wochen und Monaten haben zahlreiche Haupt- und Ehrenamtliche auf unterschiedliche Weise Einsatzbereitschaft gezeigt und ihren Beitrag dazu geleistet“, erklärt Frank Langer. „Sie alle tragen einen Teil dazu bei, diese Pandemie einzudämmen. Ihnen allen gilt unser größter Respekt“, so Langer.

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