Produkt: Rettungs-Magazin 4/2019
Rettungs-Magazin 4/2019
Rettungsgasse+++BRK: Sanitätsdienst mit Elektro Mountainbike+++Analgesie durch Notfallsanitäter+++Sauerstofftherapie+++Rettmobil Bericht+++DGzRS: Neuer Bootstyp

Neues Seenotrettungsboot für Schleswig

(Bild: Jörg Sarbach/DGzRS)Schleswig (DGzRS) – Das neueste Seenotrettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist am Samstag (10.07.2021) in Schleswig auf den Namen „Herwil Götsch“ getauft worden. Die Seenotretter auf dem Ostsee-Meeresarm Schlei verfügen jetzt über eine speziell für ein derartiges Revier entwickelte neue Rettungseinheit.

Die „Herwil Götsch“ entstand auf der finnischen Werft Arctic Airboats in enger Zusammenarbeit mit den Seenotrettern. Sie ist die vierte Einheit der 8,9-Meter-Klasse der DGzRS. Das aus robustem Polyethylen bestehende Vollkunststoffboot ist wartungsarm und verfügt über zwei 200-PS-Außenbordmotoren. Seit Ende März 2021 ist es in Schleswig stationiert. Unter der internen Bezeichnung SRB 82 fuhr es bereits etwa zehn Einsätze.

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Zur traditionellen Taufzeremonie der „Herwil Götsch“ waren auch die freiwilligen Seenotretter der Nachbarstationen Maasholm, Damp und Schilksee mit ihren Seenotrettungsbooten nach Schleswig gekommen.

Die Stadt am Ende des Ostsee-Meeresarms Schlei gehört zu den jüngsten Stationen der Seenotretter. Die vor 156 Jahren gegründete DGzRS richtete sie 1994 ein. Rund 20 Seenotretter um Vormann Frank Tapper engagieren sich dort ehrenamtlich.

Die Schleswiger Seenotretter sichern ein Revier, in dem sich Lage und Tiefe der Fahrwasser ständig verändern – durch den Einfluss einer stärkeren Wind- und Strömungstide und die damit verbundenen Sandverlagerungen. Auch aus diesem Grund ist die Schlei für die Schifffahrt anspruchsvoll. Das Seegebiet ist viel befahren und vor allem von Ausflugs- und Fährverkehr sowie Freizeitschifffahrt geprägt.

Die Eckdaten des neuen Seenotrettungsbootes:

• Länge über alles: 8,90 Meter
• Breite über alles: 3,10 Meter
• Tiefgang: 0,88 Meter Tiefgang (0,65 Meter bei geklappten Motoren im Flachwasserbereich)
• Verdrängung: 3,2 Tonnen
• Geschwindigkeit: 38 Knoten (ca. 70 km/h)
• Besatzung: Freiwillige
• Antrieb: Yamaha FL200G, Yamaha F200G, je 200 PS

Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
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