Neuer Tiefststand bei Verkehrstoten und Verletzten

(Bild: (Symbol) Dirk Schumacher/pixabay.com)Wiesbaden (Destatis) – Im Jahr 2021 starben in Deutschland 2.562 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen, das waren 5,8 Prozent oder 157 Menschen weniger als im Vorjahr.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ging die Zahl der Verletzten gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent auf 323.129 zurück. Damit sank die Zahl der Verkehrstoten und Verletzten erneut und erreichte den tiefsten Stand seit mehr als 60 Jahren. Im Durchschnitt wurden etwa 6.300 Verkehrsunfälle pro Tag polizeilich erfasst. Dabei wurden jeden Tag 885 Menschen verletzt und sieben Menschen getötet.

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Die Polizei zählte 2021 insgesamt 2,3 Millionen Verkehrsunfälle auf deutschen Straßen, das waren 3,1 Prozent mehr als 2020. Die Zahl der Unfälle lag aber weiterhin deutlich unter dem Vor-Pandemie-Niveau (2019: 2,7 Millionen Unfälle insgesamt, darunter 300.000 Unfälle mit Personenschaden). Bei knapp 90 Prozent der Unfälle blieb es bei Sachschaden. Bei elf Prozent der Unfälle wurden Menschen getötet oder verletzt. Die Zahl der Sachschadensunfälle stieg gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent auf knapp 2,1 Millionen. Dagegen ging die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 2,1 Prozent auf knapp 260.000 zurück.

Das Unfallgeschehen 2021 war erneut durch die Corona-Pandemie geprägt. Nach ersten Schätzungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) wurden – wie schon 2020 – auf deutschen Straßen deutlich weniger Kilometer zurückgelegt als vor der Pandemie.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) warnt, die Zahlen seien mit Vorsicht zu deuten. Ein Blick auf das Mobilitätsverhalten der ersten Monate des Jahres 2022 zeige, dass die Zahl der Verkehrstoten jeden Monat steige und dass der Rückgang nur eine temporäre Erscheinung sein könnte.

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