Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Neue Rettungswagen für den Ennepe-Ruhr-Kreis

(Bild: UvK/ Ennepe-Ruhr-Kreis)Schwelm (pm) – Anfang September 2021 konnte Olaf Schade, Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises, die symbolischen Fahrzeugschlüssel für fünf neue Rettungswagen an die Verantwortlichen der örtlichen Rettungswachen übergeben.

Mit Übergabe und Indienststellung der fünf RTW findet das Verjüngungsprojekt des Fuhrparks gemäß den Vorgaben des Rettungsdienstbedarfsplans seinen vorläufigen Abschluss. Die neuen RTW werden künftig an den Feuer- und Rettungswachen Hattingen, Schwelm, Wetter (Ruhr) und Herdecke sowie an der Rettungswache Sprockhövel eingesetzt.

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Projektleiter Thomas Knutzen erklärte bei der Übergabe, dass im Rahmen des Projekts in den Jahren 2019, 2020 und 2021 die gesamte Flotte von insgesamt 17 RTW verjüngt werden konnte. Hierbei wurden bei elf Fahrzeugen die vorhandenen Kofferaufbauten umfassend überarbeitet und auf neue Fahrgestelle gesetzt.

Im Sinne von Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit setzt der Ennepe-Ruhr-Kreis seit Jahren Aluminiumwechselkofferaufbauten der Firma Fahrtec-Systeme ein. Diese Koffermodule können nach einer geplanten, durch den Rettungsdienstbedarfsplan vorgegebenen Nutzungsdauer von fünf Jahren generalüberholt und für eine weitere fünfjährige Nutzungsperiode auf ein neues Fahrgestell umgesetzt werden.

Die neuen RTW wurden im einheitlichen Fahrzeugdesign des Ennepe-Ruhr-Kreises ausgeliefert, wodurch die Warnwirkung im Straßenverkehr verbessert und die Wiedererkennung gesteigert wird. Somit sind alle Rettungsmitteltypen (KTW, NEF und RTW) durch ein einheitliches Erscheinungsbild geprägt. Durch die Verwendung von reflektierenden Folien sind die Fahrzeuge auch bei Dunkelheit und schlechten Sichtverhältnissen gut erkennbar.

Gemeinsam mit Rettungskräften aller Standorte erfolgte im Jahr 2019 die Planung der neuen RTW-Generation, die mit der Auslieferung eines Prototyps in die mehrmonatige Testphase an unterschiedlichen Standorten im Ennepe-Ruhr-Kreis abgeschlossen wurde. Die Ergebnisse der Erprobung wurden beim Bau der nun übergebenen RTW eingeplant und berücksichtigt.

Durch den zeitlichen Ablauf konnte die zum Dezember 2020 überarbeitete DIN EN 1789 für Rettungswagen Typ C in den Bau einfließen. Die Fahrgestelle der neuen RTW verfügen unter anderem über Front,- Seiten- und Kopfairbags, Spurhalte- und Seitenwindassistenten. Zusätzlich sind die Fahrzeuge mit Automatikgetrieben ausgestattet. Damit die Leitstelle immer das dem Einsatzort nächstgelegene Rettungsmittel entsenden kann, sind die neuen RTW mit einem Navigationssystem ausgestattet, das dem Einsatzleitrechner die Standortdaten des Fahrzeugs in kurzen Zeitabständen übermittelt.

Zum Patiententransport steht den Besatzungen eine elektrohydraulische Fahrtrage zur Verfügung. Sie ist für ein Patientengewicht von bis zu 250 kg geeignet. Durch die hydraulische Unterstützung wird das Personal beim Heben der Patienten spürbar entlastet.

Die RTW wurden bereits für die spätere Einführung der Telenotfallmedizin vorbereitet. In den Kofferaufbauten sind die Leitungen für die hierzu erforderliche Technik verlegt und im Trennwandschrank ein Fach mit Steckvorrichtungen eingeplant.

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