Neue Leitstelle für den Kreis Kleve

Kleve (pi) – Für öffentliche Einrichtungen ist die Investition in innovative Technik nicht immer leicht, denn nicht selten steht das Vergaberecht den guten Absichten im Weg. Bestes Beispiel: die Kreisleitstelle Kleve.

Bei der dringend notwendigen Erneuerung der Kommunikationstechnik wäre der Weiterbetrieb der vorhandenen Anlage nämlich eigentlich der wirtschaftlich günstigste Weg gewesen. Jedoch war dies aufgrund der völlig veralteten Technik und den daraus resultierenden Störungen nicht tragbar.

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Doch im Sinne der Zukunftsfähigkeit entschieden sich die Verantwortlichen gegen den Weiterbetrieb und für eine Unified-Communications-Lösung von Siemens Enterprise Communications. Dabei werden verschiedene Kommunikationsformen wie Sprachtelefonie, E-Mail, Instant Messaging, SMS und präsenzbasierte Web-2.0-Kollaboration unter einer Oberfläche vereinheitlicht.

Allerdings reichte diese multimediale Erweiterung der Kommunikationslandschaft nicht aus. Denn da die Kreisleitstelle den Feuerschutz und den Einsatz der Rettungsdienste für die über 300.000 Einwohner in den 16 Städten und Gemeinden im Kreis Kleve am Niederrhein gewährleisten muss, ist eine sichere, zuverlässige Kommunikationstechnik eine absolute Notwendigkeit: Alle Anrufe unter der Notrufnummer 112 müssen unter allen Umständen entgegen genommen und die notwendigen Einsatzkräfte alarmiert werden können.

Diesem unumstößlichen Sicherheitsanspruch wird die eingesetzte Lösung durch die Integration aller Kommunikationskanäle inklusive Funk gerecht. Gleichzeitig können Bedienfelder für Haustechnik, Türsprechstellen mit Videobild, ELA-Anlagen, die Wiedergabe von Sprachaufzeichnungen und weitere Applikationen übersichtlich und bedienerfreundlich auf nahezu beliebig vielen parallelen Arbeitsplätzen integriert werden. Ein Teil davon wird bereits jetzt in der Kreisleitstelle Kleve eingesetzt.

Die Bedienung ist per Computermaus und Monitor oder per Touchscreen möglich. Darüber hinaus nutzt die Kreisleitstelle heute eine Vielzahl der Möglichkeiten des VAS-B-Systems (bildschirmgeführtes Kommunikationssystem für Einsatzleitstellen). Und gerade in Stresssituationen macht sich die Entlastung der Mitarbeiter der Leitstelle durch einfache Bedienbarkeit deutlich bemerkbar – zum Nutzen der Hilfesuchenden.

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