Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Mannheim und Neustrelitz feiern Jubiläen

(Bild: Nuno Lopes/pixabay.com)Mannheim/Neustrelitz (DRF/ADAC) – Glückwünsche konnten kürzlich die Besatzungen der Rettungshubschrauber „Christoph 53“ aus Mannheim und „Christoph 48“ aus Neustrelitz entgegennehmen. Beide Luftrettungsstationen können auf eine 35- bzw. 25-jährige Geschichte zurückblicken.

„Christoph 53”, der in Mannheim stationierte Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung, ist schon seit langem aus der Metropolregion Rhein-Neckar nicht mehr wegzudenken. Anfangs wurden die Besatzungen zu rund 300 Einsätzen im Jahr gerufen. Heute, 35 Jahre danach, sind es über 1.100 Einsätze jährlich.

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Der erste Hubschrauber an der Station Mannheim der DRF Luftrettung: Eine Ecureuil AS 350 (“Eichhörnchen”). Foto: DRF Luftrettung

Gleich der erste Einsatz der damals neu am Flughafen Neuostheim angekommenen Besatzung galt einem Kind. Ein frühgeborenes Mädchen musste im Inkubator von Landau in die Universitätsklinik Heidelberg transportiert werden.

Auch heute noch gehören solch hochanspruchsvolle Einsätze zu den regelmäßigen Aufgaben der Mannheimer Besatzung, wie Martin Beitzel, Stationsleiter und Pilot an der Station, erläutert: „Unsere Station war die deutschlandweit erste, bei der alle unsere Notärzte und Notärztinnen, wie auch alle Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter, in erweiterten invasiven Notfalltechniken geschult wurden. Das kann die entscheidende überlebenswichtige Zeit für den Transport in eine Spezialklinik bringen.”

Seit 2019 hat „Christoph 53“ Blut an Bord, das direkt am Unfallort und nicht erst in der Klinik verabreicht werden kann. Möglich macht dies eine Kooperation zwischen dem DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen und der DRF Luftrettung.

“Christoph 48”: 25.000 Einsätze in 25 Jahren

Über 25.000-mal ging es in den vergangenen 25 Jahren auch von Neustrelitz aus in die Luft. Bis 2006 absolvierte die Bundeswehr mit einer Bell UH-1D rund 8.200 Rettungseinsätze, danach wurde ihr letzter ziviler Luftrettungsstandort von der ADAC Luftrettung mit einer EC135 übernommen. Der an der DRK-Rettungswache Nord stationierte ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph 48“ wird heute im Durchschnitt drei- bis viermal am Tag alarmiert.

“Christoph 48” über dem Schloss Schwerin: Seit 25 Jahren starten von Neustrelitz aus Hubschrauber zu lebensrettenden Einsätzen in der Region. Foto: Jörn Lehmann/ADAC Luftrettung

Die ADAC Luftrettung stellt in Neustrelitz die Piloten und die Maschine, das medizinische Personal wird vom DRK-Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte gestellt. Die Crews von „Christoph 48“ konnten in den vergangenen Jahrzehnten bei mehreren großen Unglücken helfen, etwa beim Zusammenstoß eines Busses mit einem Zug auf der Strecke Teterow – Malchin (03.07.2007) oder der durch Flugsand verursachten Massenkarambolage auf der A19 bei Laage (08.04.2011).

Am 26. März 2019 konnte die Station ein ganz besonderes Jubiläum feiern: Stellvertretend für alle Stationen der ADAC Luftrettung wurde die Crew für den 1.000.000. Einsatz der ADAC Luftrettung von Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, in Schwerin geehrt. „Christoph 48“ war an diesem Tag zu einem neurologischen Notfall in Waren (Müritz) gerufen worden.

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