Kinder verunglücken am häufigsten mit dem Fahrrad

(Bild: (Symbol) Polizei)Wiesbaden (destatis) – Im zweiten Jahr der Corona-Pandemie hat die Zahl der im Straßenverkehr verunglückten Kinder erneut einen historischen Tiefststand erreicht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, kamen im Jahr 2021 rund 22.300 Kinder unter 15 Jahren bei Unfällen im Straßenverkehr zu Schaden, das waren 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr und so wenig wie noch nie seit der Deutschen Vereinigung. Die Zahl der getöteten Kinder stieg gegenüber dem Vorjahr von 48 auf 49.

Ein Grund für den Tiefststand dürfte die zeitweilige Schließung der Schulen sowie vieler Freizeiteinrichtungen sein, auch viele außerschulische Aktivitäten oder Familienreisen wurden abgesagt. So verunglückten im Januar und Februar sichtbar weniger Kinder als in den Vergleichsmonaten der Vorjahre.

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Die meisten Kinder, die 2021 im Straßenverkehr verunglückten, waren mit dem Fahrrad unterwegs (38 Prozent). 33 Prozent saßen in einem Auto und 21 Prozent gingen zu Fuß, als der Unfall passierte.

Betrachtet man jedoch verschiedene Altersgruppen, ergibt sich ein differenzierteres Bild: Unter 6-Jährige sind oft im Auto mit betreuenden Erwachsenen unterwegs, demzufolge verunglücken sie hier am häufigsten (56 Prozent im Jahr 2021). Schulkinder sind mit zunehmendem Alter selbstständig im Straßenverkehr unterwegs – entsprechend steigt der Anteil der Radfahrenden sowie Fußgängerinnen und -gänger unter den Verunglückten.

Insgesamt haben Kinder aber im Vergleich zu ihrem Bevölkerungsanteil ein geringeres Unfallrisiko als andere Altersgruppen. Der Anteil der unter 15-Jährigen an allen Verunglückten bei Straßenverkehrsunfällen betrug 6,9 Prozent, ihr Bevölkerungsanteil lag bei 13,8 Prozent. Im Jahr 2021 verunglückten bundesweit im Schnitt 194 Kinder je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner ihrer Altersklasse im Straßenverkehr.

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