Kerpen setzt auf Videolaryngoskopie

(Bild: Feuerwehr Kerpen)Kerpen (pm) – Akute Erkrankungen der Atmungsorgane in Verbindung mit Luftnot bestehen bei einer Vielzahl von Notfällen im Rettungsdienst. Regelmäßig ist zur Behandlung die Sicherung der Atemfunktion notwendig, zum Beispiel im Rahmen einer schweren Lungenentzündung oder der Herz-Kreislauf-Wiederbelebung.

Die dazu erforderliche Beatmung erfolgt in der Regel über einen Beatmungsschlauch (Tubus). Die Anlage eines solchen Tubus – auch endotracheale Intubation genannt – stellt einen kritischen Moment in der Notfallversorgung dar.

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Durch intensive Zusammenarbeit und in enger Abstimmung zwischen der Feuerwehr Kerpen und dem Rhein-Erft-Kreis als Träger des Rettungsdienstes, konnte nach einer ersten Erprobungsphase vor einigen Wochen ein Videolaryngoskopie-System etabliert werden.

Dieses System kann sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern und Säuglingen verwendet werden. Das Videolaryngoskop ist ein medizinisches Instrument zur Untersuchung des bzw. zur Einsicht in den Kehlkopf mit der Möglichkeit der Bildübertragung des Endoskopbildes auf einen integrierten Bildschirm. In der Notfallmedizin erfolgt der Einsatz vor allem bei problematischen Intubationen, da es gegenüber einem herkömmlichen Laryngoskop ein um 30 Grad vergrößertes Blickfeld verschafft und so die Intubation wesentlich erleichtert.

Seit der Beschaffung wurde das System bereits mehrfach erfolgreich eingesetzt.

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