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Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Johanniter wollen BRK verklagen

JUH-Sprecher Jörg Gabes hat das Gefühl, das Anliegen der Johanniter werde nicht ernst genommen.
JUH-Sprecher Jörg Gabes hat das Gefühl, das Anliegen der Johanniter werde nicht ernst genommen.

Schwandorf (rd.de) – Die Johanniter in Schwandorf (Oberpfalz) wollen sich die gefährliche Ausgrenzung ihrer Rettungskräfte nicht länger bieten lassen. Sie haben sich zur Klage gegen das BRK entschlossen.

Der Rettungsdienst in Schwandorf ist fest in der Hand des Bayerischen Roten Kreuz. Auch die Rettungsleitstelle in Amberg wird vom BRK betrieben. Heute melden die Tageszeitungen, dass selbst bei schweren Verkehrsunfällen nicht auf die in der Nähe einsatzbereiten Rettungswagen der JUH zurückgegriffen wird, sondern lieber auf entfernte BRK-Einsatzkräfte.

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Im konkreten Fall musste ein schwer verletzter Motorradfahrer 20 Minuten auf einen Rettungswagen warten, während JUH-Fahrzeuge nur drei Kilometer vom Einsatzort entfernt zur Verfügung standen. Zwar sind die Fahrzeuge der Johanniter nicht regulär für den Rettungsdienst beauftragt, dennoch stünden die Fahrzeuge jederzeit zur Verfügung.

„Wir verstehen das nicht“, ärgert sich Jörg Gabes, Sprecher der Johanniter in der Oberpfalz. Im Bereich Schwandorf betreiben die Johanniter und das BRK jeweils SEG-Gruppen des Katastrophenschutzes. „Der Leitstelle ist bekannt, dass wir eine RTW-Besatzung in Bereitschaft halten, die jederzeit mit Melder alarmiert werden kann. Der Rettungswagen steht gleich am Arbeitsplatz der Besatzung. Das Fahrzeug ist also unverzüglich einsatzbereit.“ Auch beim SEG-Einsatz, beobachten die Johanniter eine Bevorzugung der BRK-Einheiten. „Wenn die BRK-SEG im Einsatz ist, wird nicht unsere SEG, sondern eine viel weiter entfernte BRK-SEG alarmiert“, berichtet Gabes.

Seit sechs Monaten weisen die Johanniter auf Einsatzfälle hin, in denen die Alarmierung des JUH-Fahrzeuges sinnvoll gewesen wäre. „Mittlerweile“, so Gabes, „antwortet die Leitstelle schon nicht mehr auf unsere Hinweise.“ Begründet wird die Ausgrenzung mit dem Bayerischen Rettungsdienstgesetz. Die Johanniter haben das Gefühl, ihr Anliegen werde von Rettungszweckverband nicht ernst genommen. Deshalb hat man sich jetzt an die Presse gewendet.

Die Klage gegen das BRK ist keine leere Drohung: „Nein, wir machen da jetzt ernst. Wir werden Klage einreichen.“

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. @Status3: Bist du vielleicht der illegale Fahrer? Ich verstehe deine Posts nach acht Jahren nicht!!

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