Johanniter versprechen „klare Kante“ gegen Fremdenhass

(Bild: (Symbol) Martin Bühler/Johanniter)Köln (JUH) – Der Bundesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe hat letzte Woche über den Stand der Aufklärung zu fremdenfeindlichen Vorgängen in Köln und Brandenburg sowie die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen für den Gesamtverband berichtet.

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte der Bundesvorstand eine Aufklärung der Vorwürfe angekündigt. Dafür wurde neben der internen Revision ein auf Compliance-Verstöße spezialisiertes Unternehmen beauftragt. Guttmann Communications hat schwerpunktmäßig die Vorgänge in Köln untersucht und hierzu einen Bericht vorgelegt, der letzte Woche Dienstag (06.12.2022) in Köln vorgestellt wurde.

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„Die Untersuchungen haben ein klares Ergebnis: Es gibt keine Hinweise auf rechtsradikale Strukturen und/oder systematische Fremdenfeindlichkeit bei der Johanniter-Unfall-Hilfe“, erklärte Jörg Lüssem, Mitglied des Bundesvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe. „Die in den Medien genannten Vorgänge konnten teilweise belegt werden. Es handelt sich um wenige Einzelfälle, von denen aber jeder einer zu viel ist. Der deutlich überwiegende Teil unserer über 75.000 Mitarbeitenden im Haupt- und Ehrenamt lehnt jede Form von Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit vehement ab.“

Gleichwohl hätten die Untersuchungen Verbesserungspotenziale aufgezeigt, die gemeinsam mit den Landes- und Regionalverbänden angegangen würden, teilten die Johanniter mit. Dazu habe der Bundesvorstand einen 6-Punkte-Plan entwickelt. Dieser ziele darauf ab, mögliche Ursachen für Fehlverhalten zu erkennen und rechtzeitig präventiv tätig zu werden. In dem Plan werden unter anderem eine stärkere Sensibilisierung der Führungskräfte, ein Maßnahmenplan gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zusammen mit anderen Hilfsorganisationen, eine begleitende Studie der Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften, eine Erweiterung der psychologischen und seelsorgerischen Betreuung von Mitarbeitenden und ein einheitliches Meldesystem genannt.

„Jeder, der gegen unsere Werte und Grundsätze verstößt, beschädigt das Ansehen der Johanniter-Unfall-Hilfe. Wir werden derartige Fälle nicht dulden und konsequent sanktionieren“, so Jörg Lüssem.

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