Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Johanniter geben Tipps zum Start der Motorradsaison

(Bild: Frank Schemann/JUH)München (JUH) – Das frühlingshafte Wetter der letzten Tage hat schon die ersten Motorradfahrer auf die Straße gelockt. Gerade zum Anfang der Motorradsaison seien die Gefahren aber enorm, warnt die Johanniter-Unfall-Hilfe. Jedes Jahr würden sich im Frühjahr viele schwere Unfälle ereignen.

„Nach den Stürmen der letzten Tage gab es besonders viele Waldarbeiten. Die Straßen sind in Waldgebieten dadurch häufig stark verschmutzt. Im Schatten der Bäume ist das schwer zu sehen. Die Sturzgefahr ist sehr hoch“, warnt Uli Rubner von der Johanniter-Motorradstaffel.

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Mehr als die Hälfte aller Motorradunfälle würden von Autofahrern verursacht, so Rubner weiter. „Autofahrer müssen sich nach den Wintermonaten erst wieder an die leicht zu übersehenden Motorräder gewöhnen. Ein Schulterblick beim Spurwechsel kann viele Unfälle vermeiden. Ganz wichtig ist, dass Autofahrer vor dem Abbiegen oder beim Spurwechsel rechtzeitig blinken. Für Motorrad- wie für Autofahrer gilt: Auf kurvigen Straßen unbedingt auf der eigenen Spur bleiben.“

Typische Verletzungen bei Motorradunfällen sind Frakturen, schwere Hautabschürfungen oder Nervenverletzungen, die zu Lähmungen führen können. Deswegen sollte jeder Motorradfahrer immer geeignete Schutzkleidung tragen. „Eine normale Jeans bietet bei einem Unfall kaum mehr Schutz als die nackte Haut. Wichtig ist, dass die Protektoren richtig und fest sitzen. Das Schuhwerk sollte auch die Knöchel schützen“, so der Experte der Johanniter.

Wenn es trotz aller Vorsicht zu einem Motorradunfall kommt, muss ein Ersthelfer zunächst die Unfallstelle absichern. Dann ist es zwingend nötig, dass er dem Motorradfahrer bei Bewusstlosigkeit den Helm abnimmt. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Verletzte nicht an Erbrochenem oder seinem eigenen Blut erstickt. Ist eine weitere Person am Unfallort, sollte diese assistieren, indem sie Hals und Kopf waagerecht hält. Anschließend sollte der Verunglückte in die stabile Seitenlage gebracht werden, auch wenn er an der Wirbelsäule verletzt sein könnte. Dann wird die Notrufnummer 112 gewählt, informieren die Johanniter.

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