Jetzt hat auch „Christoph 53“ Blutkonserven an Bord

(Bild: DRF Luftrettung)Mannheim (DRF) – Nach Greifswald führt seit dieser Woche auch die Station Mannheim der DRF Luftrettung im Rettungshubschrauber Blut- und Plasmakonserven bei ihren Einsätzen mit.

„Aufgrund ihrer Schnelligkeit erreichen unsere Hubschrauber in einem weiten Umkreis schwer verletzte oder erkrankte Notfallpatienten häufig als erstes Rettungsmittel oder können sehr schnell nachgefordert werden“, so Dr. Jörg Braun, Fachbereichsleiter Medizin der DRF Luftrettung.

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Bereits seit Juli 2019 ist die gesamte Besatzung der Mannheimer Station für die Anwendung erweiterter invasiver Notfalltechniken geschult, die Patienten mit hohem Blutverlust bereits vor dem Transport in die Klinik stabilisieren und lebensrettend sein können. Auch alle umliegenden Kliniken der Maximalversorgung wurden informiert.

Das Verfahren für den Transport von Blut- und Plasmaprodukten hat die DRF Luftrettung in Kooperation mit dem DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg – Hessen und den Universitätskliniken Mannheim und Greifswald entwickelt. Seit dieser Woche stellt das regionale Institut des DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg – Hessen mit seiner Blutspendeeinrichtung und der Blutbank an der Universitätsmedizin Mannheim die Versorgung für die Luftretter sicher.

„Die auf dem Hubschrauber mitgeführten Blutpräparate stammen aus Blutspenden mit der Blutgruppe 0 Rhesus D negativ“, erklärt Prof. Dr. Harald Klüter, Ärztlicher Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin und Immunologie. „Diese seltene Blutgruppe eignet sich besonders gut für den Einsatz in der Notfallmedizin. Deshalb pflegen wir einen Stamm an ausgewählten Spenderinnen und Spendern, damit wir immer einen ausreichenden Bestand an diesen lebensrettenden Blutpräparaten vorhalten können “, so Klüter.

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