Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Helmstedter Retter erlebten ihren „1. Trauma-Tag“

(Bild: Feuerwehr Helmstedt)Helmstedt (ots) – In Helmstedt erlebten die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst am Freitag (03.09.2021) ihren ersten gemeinsamen Trauma-Tag.

Die Idee, eine solche Fortbildung zu organisieren, entstand im Zuge der feuerwehrtechnischen Ausbildung von Nachwuchskräften. Die Einsatzszenarien, welche eine intensive Zusammenarbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst erfordern, werden immer vielfältiger. Das Ziel der Fortbildung war deshalb vorwiegend die Aus- und Fortbildung des Rettungsdienstpersonals bei Einsätzen zusammen mit der Feuerwehr.

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In einem ersten Theorieteil veranschaulichte der stellvertretende Ortsbrandmeister Helmstedts, Niko Walther, Einsatzgrundlagen der Feuerwehr: welche Aufgaben die Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort als erstes übernehmen, wo der Fokus liegt und wie die Lageerkundung durch den Einsatzleiter verläuft. Auch die Kennzeichnungen der verschiedenen Führungskräfte mithilfe farbiger Westen wurde erläutert.

An der zweiten Station konnte das Personal des Rettungsdienstes selbst Hand anlegen. Es galt, Gefühl und Verständnis für die Arbeit der Feuerwehr zu erhalten, in dem ein Pkw mittels hydraulischen Rettungsgeräten bearbeitet wurde. Ziel war es, eine geeignete Öffnung am Fahrzeug zu schaffen, damit der Rettungsdienst Insassen versorgen konnte. Die Rettungskräfte sollten unter anderem Verständnis für die Dauer und Art der Arbeiten der Feuerwehr erhalten, um so ihre eigenen Maßnahmen besser planen zu können.

An einer dritten Station kam das KED-System zum Einsatz, das zur Immobilisierung von Patienten bei Verdacht auf Rückenverletzungen eingesetzt wird. Wie unangenehm diese Maßnahme für Verletzte sein kann, musste jeder Teilnehmer am eigenen Körper erfahren.

Danach folgte eine Station, in der es um die Traumaversorgung an sich ging. Im Mittelpunkt stand hier das Spineboard. Es wird sowohl zum Transport als auch zur Rettung von Personen genutzt. Des Weiteren ging es um Gerätschaften wie zum Beispiel dem Tourniquet.

Den Schlusspunkt setzte Notärztin Zofia Kovalova. Unter ihrer Anleitung durften die Teilnehmer an Schweinehälften unter anderem Thoraxdrainagen legen.

Um das Erlernte praktisch anzuwenden, hatte die Feuerwehr einen Verkehrsunfall mit vier Verletzten simuliert. Für ein realistisches Szenario waren die Verletzten geschminkt und entsprechend präpariert.

Am Ende des 1. Trauma-Tages waren alle Beteiligten sehr zufrieden mit dem Erlernten und hofften auf Wiederholungen. Durch den Tag erhielt der Rettungsdienst des Landkreises Helmstedt intensive Einblicke in die Arbeit der Feuerwehr.

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