Forderungen der Notärzte an neue Bundesregierung

(Bild: planet_fox/pixabay.com)Berlin (BAND) – Die Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands (BAND) hat einen Forderungskatalog erstellt. Die darin aufgeführten Maßnahmen sollten nach Ansicht der BAND von der künftigen Bundesregierung umgesetzt werden. Dies würde entscheidend dazu beitragen, die Qualität der Patientenversorgung im Rettungswesen weiter zu verbessern.

Unter anderem fordern die Notfallmediziner die künftige Bundesregierung dazu auf, das Notfallreformgesetz mit dem Ziel weiterzuentwickeln, bundesweit sektorenübergreifend eine bessere Patientensteuerung und Zuordnung der Ressourcen zu erreichen. Zudem sei eine Harmonisierung, auch länderübergreifend, der Krankenhaus- und Rettungsdienstplanung in Bezug auf Standorte und Versorgungskompetenz unter Berücksichtigung der erforderlichen Infrastruktur erforderlich. Die Politikerinnen und Politiker sollten ferner für eine bereichsübergreifende Rettungsdienstplanung unter Einbeziehung von Einsatzindikationen und Möglichkeiten (zum Beispiel Luftrettung bei Nacht) sorgen und die Telenotfallmedizin nach einheitlichen Standards ausbauen.

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Weiter sei eine Anpassung des Betäubungsmittelgesetzes mit dem Ziel erforderlich, Notfallsanitätern und -sanitäterinnen Opioide im Wege der Vorabdelegation durch die Ärztlichen Leitungen Rettungsdienst verfügbar zu machen. Hinsichtlich des Notarztdienstes wünscht sich die BAND eine Professionalisierung, das heißt eine Anpassung der Qualifikationsvorgaben an das Einsatzspektrum in der sich verändernden notfallmedizinischen Landschaft und die Einführung einer Fortbildungspflicht.

Schlussendlich ist nach Ansicht der Notärztevereinigung die Einführung eines gestuften Alarmierungssystems mit bundesweiter Sicherstellung von Mindeststandards bei der Versorgung von Notfalleinsätzen und Vorgaben zur Abstufung zu niederschwelligen Notfällen bis hin zur Abgrenzung/Interoperabilität von Rettungsdienst und kassenärztlichem Notdienst wichtig.

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