Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Falck testet eMobilität im Rettungsdienst

(Bild: Falck)Kopenhagen (pm) – Der Falck-Konzern verfügt international über mehr als 5.000 Fahrzeuge. Ein Großteil wird im Rettungsdienst eingesetzt. Künftig möchten die Dänen allerdings möglichst auf Verbrennungsmotoren verzichten. Deshalb laufen seit Kurzem Tests mit strombetriebenen Krankenwagen.

Wie Falck Global am Donnerstag (22.08.2019) mitteilte, sind derzeit zehn Elektrofahrzeuge für den sitzenden Krankentransport in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen unterwegs (Typ A2 nach EN 1789). Als Fahrgestell wählte man das Modell e-NV200 Combi von Nissan. Es wurde auf die besonderen Anforderungen im Transport sitzender Patienten angepasst. Pro Fahrzeug können bis zu vier sitzende Fahrgäste befördert werden. Platz für Gepäck und Rollatoren ist an Bord ebenso vorhanden wie eine medizinische Basisausrüstung inklusive Defibrillator (AED). Um ein sicheres Ein- und Aussteigen zu ermöglichen, verfügen die Krankentransportwagen beidseitig über Schiebetüren.

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„Das ist eine neue Initiative von uns“, erklärt Jan Ankersen, Head of Fleet Excellence bei Falck. „Wenn die Fahrzeuge ununterbrochen unterwegs sind, kann es schwierig sein, sie zwischendurch aufzuladen. Aber mit einer genauen Planung ist es möglich, Elektrofahrzeuge als Teil unserer Flotte zu nutzen“, so Ankersen. Falck ist in 30 Ländern aktiv und beschäftigt rund 30.000 Mitarbeiter.

(Bild: Falck)Falck reagiert mit dem Test in Kopenhagen offenbar auch auf Forderungen der Öffentlichkeit, stärker auf alternative Antriebsformen und umweltfreundliche Beförderungsmethoden zu setzen. Bereits im Januar 2019 hatte Falck berichtet, dass man mit einem elektrobetriebenen Rettungsfahrzeug im südlichen Dänemark Tests durchführt. In diesem Fall handelt es sich um das Fahrzeug eines Feldsupervisors. Er übernimmt an Einsatzstellen Koordinierungsaufgaben und verfügt über bestimmte Behandlungskompetenzen.

Das Problem bei Fahrzeugen der Notfallversorgung ist deren großer Energiebedarf. „Wir fahren deshalb mit einem separaten Stromsystem im Auto“, erläutert Jakob Riis, CEO bei Falck. „Das bedeutet, dass alle Geräte betrieben werden, ohne die Fahrzeugbatterie zu belasten. Sondersignalanlage, Funk, medizinische Geräte sowie Kühlung und Heizung werden in einem geschlossenen System betrieben“, so Jakob Riis.

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