Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

DLRG warnt vor Betreten von Eisflächen

(Bild: Steph Dittschar/DLRG)Bad Nenndorf (ots) – Der Winter hat in weiten Teilen Deutschlands Einzug gehalten. Die aktuelle Wetterlage lässt derzeit aber nur auf wenigen Gewässern einen Eisspaziergang zu. Ist eine Eisdecke vorhanden, ist diese in vielen Fällen noch zu dünn. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rät deshalb allen Wintersportlern, mit dem Schlittschuhlaufen oder dem Spaziergang auf dem Eis noch zu warten und sich bei dem zuständigen Amt über den Zustand des Eises zu erkundigen. Eltern sollten ihre Kinder über die Gefahren, die auf zugefrorenen Seen lauern, informieren.

„Das Eis braucht Zeit, um tragfähig zu sein. Bei stehenden Gewässern sollte es mindestens 15 Zentimeter, bei Bächen und Flüssen sogar 20 Zentimeter dick sein“, rät DLRG Pressesprecher Achim Wiese. Eisflächen sollten deshalb nicht gleich an den ersten frostigen Tagen betreten werden. Es besteht Lebensgefahr.

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Die Rettungsschwimmer der DLRG leisten jährlich rund 150.000 Stunden Rettungsdienst im Winter und kennen die Tücken der eisigen Idylle. Grundsätzlich sollten sich Wintersportler nur an bewachten Gewässern und nie allein auf das Eis wagen sowie auf Warnungen in lokalen und regionalen Medien achten.

Das Eis sendet Signale aus, auf die jeder achten sollte. Dunkle Stellen verraten: Es ist noch viel zu dünn. Hier ist die Gefahr einzubrechen besonders groß. Wenn das Eis knistert und knackt, sollte man sich flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen, und sich dann in Bauchlage in Richtung Ufer bewegen. Besondere Vorsicht ist auf verschneiten Eisflächen und an bewachsenen Uferzonen geboten. Auch Seen, die von Bächen oder Flüssen durchzogen sind, sind gefährlich. An den Ein- oder Ausflüssen kann innerhalb weniger Meter das Eis deutlich dünner und die Eisqualität völlig anders sein als auf dem Rest des Sees.

Wer sich auf das Eis wagt, sollte sich zur eigenen Sicherheit vorher nach geeigneten Rettungsmitteln umsehen. „Auch ein umgedrehter Schlitten, eine Leiter oder ein Seil sind bei einem Eiseinbruch geeignete Hilfsmittel“, so der praktische Rat von Wiese. Denn: Im Notfall zählt jede Sekunde, der Verunglückte droht schnell zu unterkühlen. Zunächst sollten Helfer jedoch unbedingt den Notruf 112 absetzen und möglichst weitere Helfer mobilisieren.

Nach der Rettung aus dem Eis sollte der Patient in einem beheizten Raum langsam aufgewärmt werden und sich grundsätzlich in ärztliche Behandlung begeben.

Die wichtigsten Regeln für das Verhalten auf dem Eis hat die DLRG auf ihrer Website zusammengestellt.

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