DGRe startet neue Befragung von Rettungskräften

(Bild: Markus Brändli)Aachen (DGRe) – Nach einer ersten Befragung von angehenden Notfallsanitätern und -sanitäterinnen in den Jahren 2019/20 plant die Deutsche Gesellschaft für Rettungswissenschaften (DGRe) nun eine Wiederholung. Teilnehmende werden gesucht.

Die Ergebnisse der ersten Befragung von Auszubildenden im Berufsbild „Notfallsanitäter/-in“ seien nach Auskunft der Gesellschaft „teilweise erschreckend“ gewesen. Drei Jahre später soll sie nun wiederholt werden, um zu ermitteln, ob es Veränderungen gibt.

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In der 2020 veröffentlichten Untersuchung mit dem Namen „Berufstreue von angehenden Notfallsanitäter*innen: Eine Befragung von Auszubildenden über ihren Berufsverbleib“ wurde beispielsweise festgestellt, dass in etwa die Hälfte der damaligen Auszubildenden nicht länger als zehn Jahre im Beruf bleiben wollen. Gründe hierfür waren fehlende Weiterentwicklungsmöglichkeiten, Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen und rechtliche Unsicherheiten bei der Berufsausübung.

Insgesamt wurde die Zukunftsaussichten der Auszubildenden stark von der Zufriedenheit mit der Ausbildung geprägt. 2020 waren die Auszubildenden in Schleswig-Holstein am zufriedensten, in Rheinland-Pfalz am unzufriedensten.

„Die Ergebnisse unserer Studie aus 2020 sind bedeutend für den Rettungsdienst und dessen personelle Entwicklung. Zu Erfahrungen und Zukunftsaussichten der Auszubildenden wird ein Bild gezeichnet, das im Kontext mangelnder Personalressourcen brisante Probleme aufzeigt“, so Christian Elsenbast, Mitglied des Forschungsteams der Wiederholungsstudie.

Ziel der Neuauflage ist es nicht nur, Entwicklungen im Vergleich zu 2019/2020 aufzudecken. Manche Fragestellungen sollen zudem konkretisiert und Auszubildende über einen längeren Zeitraum ihres beruflichen Werdeganges wissenschaftlich begleitet werden. „Hierzu muss eine möglichst große Zahl an Auszubildenden zur Teilnahme an der Befragung gewonnen werden“, heißt es in einer Mitteilung der DGRe.

Der Zugang zur Onlinebefragung ist über die Homepage oder die Auftritte in den Sozialen Medien der DGRe möglich. Interessierte können die Studie von 2020 über die Homepage der DGRe kostenfrei herunterladen. Auch die Neuauflage soll in dieser Open-Access-Form veröffentlicht werden.

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