DÄT: Notfallsanitäter besser klinisch ausbilden

(Bild: Kevin Hartung/pixabay.com)Berlin (DÄT) – Anfang letzter Woche (01./02.11.2021) fand in Berlin der 125. Deutsche Ärztetag statt. Die Teilnehmenden befassten sich unter anderem auch mit Themen rund um die Notfallversorgung und den Katastrophenschutz.

Unter anderem fordern die Ärztinnen und Ärzte eine Verbesserung der klinischen Ausbildung von Notfallsanitätern und -sanitäterinnen. Begründung: In vielen Bundesländern sollten nach dem Willen des Gesetzgebers teilweise ärztliche Aufgaben von Notfallsanitätern und -sanitäterinnen übernommen werden – ob bis zum Eintreffen des Notarztes oder zukünftig unter Anleitung eines Telenotarztes. Hierbei seien Kenntnisse wie körperliche Untersuchung und notfalldiagnostische Fähigkeiten, die unter ärztlicher Anleitung erlernt würden, unerlässlich, heißt es in der Antragsbegründung.

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Der 125. Deutsche Ärztetag 2021 fordert die neue Bundesregierung daher dazu auf, die künftige Ausbildung von Notfallsanitäterinnen und -sanitätern vermehrt auf den Erwerb von klinischen Kenntnissen und notfalldiagnostischen Fähigkeiten auszurichten. Hierzu solle die Ausbildung in Zukunft unter ärztlicher Anleitung und mindestens drei Monate in einer interdisziplinären Notaufnahme erfolgen.

Des Weiteren wird eine flächendeckende, verpflichtende Umsetzung der Telefonreanimation in ganz Deutschland gefordert. Die Ärztinnen und Ärzte fordern die Träger der Leitstellen dazu auf, die Umsetzungsquote zügig und deutlich zu erhöhen. Zudem müssten diese für eine bessere personelle Ausstattung der Leitstellen sorgen.

Ferner unterstützen die DÄT-Teilnehmenden die Forderung nach einer Einführung von mindestens zwei Schulstunden jährlich in Wiederbelebung, beginnend spätestens ab Klasse 7, fortgesetzt bis zum Ende der Schulzeit. Die Kultusministerinnen und -minister der Länder werden aufgefordert, eine Änderung der jeweiligen Lehrpläne herbeizuführen, sofern noch keine entsprechende Umsetzung erfolgte.

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