Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
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„Christoph Regensburg“ nimmt Blut- und Plasmakonserven an Bord

(Bild: DRF Luftrettung)Regensburg (ots) – Der Rettungshubschrauber „Christoph Regensburg“ führt seit einer Woche (01.03.2021) Blut- und Plasmakonserven bei seinen Einsätzen mit. Wie wichtig die schnelle Bereitstellung im Notfall ist, wird insbesondere in ländlich geprägten Regionen deutlich, da dort der Transport in die nächste Klinik länger dauern kann.

„Es gab in der Vergangenheit einige kritische Situationen, in denen ich mir gewünscht hätte, wir hätten Blutpräparate dabeigehabt“, sagt Dr. Katrin Judemann, leitende Hubschrauberärztin der DRF Luftrettungsstation Regensburg. Der Faktor Zeit sei häufig auch hinsichtlich einer Bluttransfusion entscheidend.

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„Blutpräparate, die sehr schwer Verletzte direkt am Einsatzort erhalten, können lebensrettend sein, und ich bin sehr froh, dass wir ab sofort damit ausgestattet sind“, ergänzt die Oberärztin der Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums Regensburg (UKR).

Die Neuerung in der Luftrettung geht auf ein wissenschaftlich geprüftes, innovatives Verfahren der DRF Luftrettung und der Universitätsmedizin Greifswald zurück. Hier wird seit 2019 der schnelle Transport von Blutprodukten mit dem Hubschrauber ermöglicht. Das ist insbesondere für Notfallpatienten mit massivem Blutverlust entscheidend, die durch schnelle Gabe von Blut und Blutprodukten direkt am Einsatzort gerettet werden können.

„Christoph Regensburg“ wird sehr häufig zu schweren Unfällen hinzugezogen und verkürzt aufgrund seiner Schnelligkeit das präklinische Intervall für Schwerstverletzte deutlich. „Eine neue Therapieoption, die bisher der Klinik vorbehalten war, nun auch präklinisch einsetzen zu können macht uns sehr stolz. Dies ist nur durch das Engagement aller beteiligten Mitarbeiter und einer hochleistungsfähigen Universitätsklinik wie dem UKR möglich“, erläutert Dr. Jörg Braun, Fachbereichsleiter Medizin der DRF Luftrettung.

Dass Blut- und Plasmakonserven nun zur Ausstattung gehören, wird durch die Kooperation zwischen dem Universitätsklinikum Regensburg und der DRF Luftrettung möglich: „Die auf dem Hubschrauber mitgeführten Erythrozytenkonzentrate stammen aus Blutspenden mit der Blutgruppe 0 Rhesus negativ oder positiv, sowie gefriergetrockneten Plasmakonzentraten der Blutgruppe AB“, sagt Dr. Robert Offner, Ärztlicher Leiter des Bereiches Transfusionsmedizin des Institutes für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin des UKR. „Diese Blutgruppen eignen sich optimal für den Einsatz in der Notfallmedizin, weil sie von Patienten aller Blutgruppen (A, B, AB und 0) problemlos vertragen werden“, so Dr. Offner.

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