Produkt: Rettungs-Magazin 3/2019 Digital
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„Christoph München“ seit 30 Jahren im Einsatz

(Bild: DRF Luftrettung)Filderstadt (DRF) – Am 1. April 1991 wurde „Christoph München“ als erster offizieller Intensivtransport-Hubschrauber (ITH) Deutschlands in Dienst gestellt. Er trug maßgeblich zum Aufbau einer Vielzahl von Intensivtransport-Hubschraubern in Deutschland bei.

Mitten auf der Wiese – nicht unweit vom Stationsgebäude – zeugt ein kleiner, grauer Blechkasten von den Anfängen des „Christoph München“. Darunter versteckt sich eine Steckdose, die rückblickend als erster Bauabschnitt des Luftrettungsstandortes bezeichnet werden kann.

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„Damit konnten wir die medizinischen Geräte aufladen und im Winter auch die Kabine des Hubschraubers beheizen. Das war für uns damals eine große Sache“, erinnert sich Hans Haslberger, der Pilot der ersten Stunde in München war und auch heute noch regelmäßig im Dienst ist. „Ansonsten gab es nicht einmal einen Hangar. Der Hubschrauber musste bei jedem Wetter im Freien abgestellt werden.“

Die Arbeit am Anfang war nicht immer einfach, weiß Haslberger noch. „Unser Engagement blieb aber stets ungebrochen, und wir haben die Station stetig weiterentwickelt. So konnten wir 2006 dann einen neuen Hangar und 2011 das neu errichtete Dienstgebäude in Betrieb nehmen. Seitdem verfügen wir über optimale Arbeitsbedingungen.“

Heute werden die Teams von „Christoph München“ rund 1.200-mal im Jahr alarmiert. Von Anfang an startete man auch zu nächtlichen Einsätzen. „Insbesondere die Intensivtransporthubschrauber haben maßgeblich zum Ausbau und zur Akzeptanz des Nachtflugs beigetragen“, sagt Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung.

Der Standort München steuerte im Laufe der Jahre immer wieder entscheidende Impulse für die Entwicklung der Luftrettung bei.

Gleich bei der Dienstaufnahme 1991 gab es eine Besonderheit: Der Hubschrauber war der erste Intensivtransport-Hubschrauber Deutschlands. Das Konzept war in Kooperation mit Ärzten aus dem Klinikum Großhadern und dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) entwickelt worden. „Zwei starke Partner, mit denen wir auch heute noch sehr erfolgreich in München zusammenarbeiten“, so Dr. Huber. Die Notärzte und Notärztinnen auf „Christoph München“ werden nach wie vor vom Klinikum der Universität München (Campus Großhadern) und die Notfallsanitäter und -sanitäterinnen vom ASB-Regionalverband München/Oberbayern gestellt.

Im Jahr 2003 nahmen die Münchner als erste Station der DRF Luftrettung die neue EC145 in Dienst und lösten mit ihr die Bell 412 ab. 2009 folgte der nächste Meilenstein: Als erste zivile Luftrettungsstation in Deutschland setzte München Nachtsichtgeräte ein. Die am Pilotenhelm befestigten Brillen verstärken das in der Nacht vorhandene Restlicht und bieten so den Pilot eine bessere optische Orientierung in der Dunkelheit.

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