„Christoph Dortmund“ ab sofort mit Rettungswinde unterwegs

(Bild: DRF Luftrettung)Dortmund (DRF) – Die Dortmunder Luftretter sind seit dem 15. Mai 2022 mit einer fest installierten Rettungswinde im Einsatz. Das Team der DRF Luftrettung kann dadurch Menschen im unwegsamen Gelände und in schwierigen Einsatzsituationen schneller versorgen. „Christoph Dortmund“ ist damit der erste zivile Rettungshubschrauber in Nordrhein-Westfalen, der mit einer Rettungswinde ausgestattet ist.

Alle Piloten, Notfallsanitäter und Notärzte der Station Dortmund wurden in den vergangenen Monaten umfangreich geschult. Vor der Indienststellung fand das Abschlusstraining mit den Bergwachten Winterberg, Hessen und Nordrhein in Winterberg statt.

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Stationsleiter und Pilot Markus Sandmann zeigt sich zufrieden: „Mit der Rettungswinde haben wir viele weitere Einsatzmöglichkeiten. Wir können verunglückte Sportler im Sauerland retten, sind aber auch bei Katastrophen wie einer Flut in der Lage, Menschen schnell zu helfen. Das gibt uns allen ein sehr gutes Gefühl.“

Dass die gesamte Crew hervorragend zusammenarbeitet, davon konnte sich Sebastian Schneider, Ausbildungsleiter Winde bei der DRF Luftrettung, beim Training in Winterberg ein Bild machen: „Bei der Windenrettung zählt Teamarbeit. Die Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Deshalb sind Teamfähigkeit und der Teamgedanke das oberste Gut, das wir haben. Jeder muss auf den anderen schauen und jeder muss sich zu 100 Prozent auf den anderen verlassen können. Nur so können wir professionelle und gute Arbeit ableisten.“

Da es in der Luftrettung immer um Teamarbeit geht und dies auch im Zusammenspiel mit anderen Rettungskräften, waren die Bergwachten Winterberg, Hessen und Nordrhein mit insgesamt 16 Bergrettern beim Training dabei.

„Im Einsatzbereich der Bergwacht Winterberg bestand in der Vergangenheit nicht die Möglichkeit, in adäquater Zeit auf einen Hubschrauber mit Rettungswinde zurückzugreifen. Immer wieder kam es zu zeit- und personalaufwendigen Rettungsaktionen. Nach einer Auswertung von Einsätzen aus den vergangenen Jahren kommen wir zu dem Schluss, dass bis zu zwei Prozent der von uns versorgten Patienten von einem Rettungshubschrauber mit Rettungswinde profitieren können“, berichtet Marc Ramspott, technischer Leiter Bergwacht des DRK Landesverbandes Westfalen-Lippe.

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