„Christoph Brandenburg“ jetzt mit Fünfblattrotor

(Bild: Thomas Klemm/ADAC Luftrettung)Senftenberg (ADAC) – Die ADAC Luftrettung hat an ihrer Station in Senftenberg (Brandenburg) als neuen „Christoph Brandenburg“ einen Helikopter des Typs H145 mit Fünfblattrotor in Dienst gestellt. Die Maschine ist nach „Christoph Westfalen“ in Münster/Greven (NRW) die zweite dieses Typs, die die ADAC Luftrettung erworben und in Betrieb genommen hat.

Einer der Vorzüge des neuen Rettungshubschraubers ist seine ruhigere Lage in der Luft. Diese erweitert den Spielraum bei der medizinischen Versorgung, wovon Patienten wie Crews gleichermaßen profitieren. Dank drahtlosem Internet können die Luftretter Vitaldaten oder Diagnosen in Echtzeit an das Zielkrankenhaus übertragen und so die bestmögliche Weiterbehandlung der Patienten unterstützen. Mit digitaler Gerätesteuerung und modernsten Assistenzsystemen im Cockpit verbessert sich zudem die Sicherheit an Bord auch bei anspruchsvollen Flugbedingungen.

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„Wir freuen uns sehr über die neueste Version der H145 für unseren ADAC Rettungshubschrauber in Senftenberg“, so Stationsleiter Frank Girschik. „Als großes Plus sehe ich seinen vibrationsärmeren Flug, der beim Transport und der Versorgung von Patienten an Bord Vorteile bringt.“ Der erste Einsatz von „Christoph Brandenburg“ mit fünf statt bisher vier Rotorblättern war an Gründonnerstag (14.04.2022) eine Patientenverlegung von Elsterwerda in das Universitätsklinikum Leipzig.

Mit zwei Triebwerken à rund 900 PS ist der Hubschrauber stark motorisiert, sodass die Luftretter mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 260 km/h schnellstmöglich zu Verunglückten und Kliniken gelangen. Das maximale Abfluggewicht liegt bei 3,8 Tonnen. Das Gewicht der neuen H145 ist geringer als das des Vorgängermodells. Dadurch bietet der Helikopter bis zu 150 Kilogramm mehr Nutzlast, die etwa für zusätzliche Spezialausrüstung oder medizinisches Personal zur Versorgung von Intensivpatienten genutzt werden kann. Zudem kann mehr Treibstoff mitgeführt werden.

Die Indienststellung der neuen H145 bedeutet für die Crews in Senftenberg jedoch keinen endgültigen Abschied vom Vorgängermodell. Die neue Maschine wird vereinzelt auch an anderen Standorten eingesetzt oder während der Wartung nicht vor Ort sein. Dann kommt aus dem Wartungsbestand der ADAC Luftrettung gegebenenfalls bis zur vollständigen Umstellung der Flotte wieder der bisherige Helicopter-Typ mit vier Rotoren zum Einsatz.

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