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Cardiac Arrest Center: Herzzentrum der Uni-Klinik Göttingen zertifiziert

(Bild: Frank Stefan Kimmel/umg)Göttingen (UMG) – Das Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) erhält vom Deutschen Rat für Wiederbelebung (GRC) und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) die Auszeichnung „Cardiac Arrest Center“.

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand ist neben der schnellen Wiederbelebung vor Ort auch die Weiterbehandlung in einer spezialisierten Klinik wesentlich für die Überlebenschancen von Patienten. Das Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) wurde als „Cardiac Arrest Center“ zertifiziert. Es zählt damit zu den 19 Zentren in Deutschland, die auf die Weiterbehandlung von wiederbelebten Patienten innen spezialisiert sind.

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„Jahr für Jahr werden deutschlandweit rund 75.000 Wiederbelebungsversuche vor Ort durchgeführt. Dabei gelingt es Rettungskräften in rund 40 Prozent der Fälle, den Spontankreislauf wiederherzustellen. Dieser ist bei nahezu zwei Drittel aller Herz-Kreislauf-Stillstände infolge einer akuten koronaren Herzerkrankung zum Erliegen gekommen“, sagt Priv.-Doz. Dr. Markus Roessler, Leiter der Notfallmedizin der Klinik für Anästhesiologie der UMG (Foto).

Doch selbst wenn die Wiederbelebungsmaßnahmen erfolgreich waren, befinden sich Betroffene weiterhin in einem kritischen Zustand. Es drohen Komplikationen, die den ohnehin extrem geschwächten Organismus belasten. Diese können selbst dann noch zum Tod führen, wenn die Herz-Kreislauf-Funktion wieder stabilisiert ist.

In den aktuellen internationalen Leitlinien zur Reanimation wird gefordert, erfolgreich reanimierte Patienten in spezialisierten Krankenhäusern weiter zu behandeln – in sogenannten „Cardiac Arrest Centern“. Unter dem Schirm des Deutschen Rates für Wiederbelebung (GRC) hat eine Arbeitsgruppe aus Anästhesiologen, Kardiologen und Intensivmedizinern Anforderungen für Cardiac Arrest Center erstellt. Im November 2019 hat das Herzzentrum Göttingen das Zertifizierungsverfahren zum Cardiac Arrest Center erfolgreich durchlaufen.

„Neben der Ausstattung mit modernster Medizintechnik und der notwendigen Infrastruktur zur Akutversorgung wurde auch die kontinuierliche Verfügbarkeit von Spezialisten mehrerer Fachbereiche überprüft. Konkret ist unter anderem zu gewährleisten, dass nach Alarmierung durch den Rettungsdienst ein interdisziplinäres Spezialistenteam im Katheterlabor bereitsteht“, sagt Prof. Dr. Claudius Jacobshagen, Leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der UMG. Bereits beim Eintreffen des Patienten sind alle Fachkräfte und Geräte einsatzbereit, sodass umgehend lebenserhaltende Maßnahmen durchgeführt werden können – an 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr.

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