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Björn-Steiger-Stiftung fordert AML-Technik für alle Leitstellen

(Bild: Bjoern-Steiger-Stiftung)Winnenden (BSS) – Anlässlich des heutigen Europäischen Tags des Notrufs macht die Björn-Steiger-Stiftung darauf aufmerksam, dass nicht alle Leitstellen in Deutschland mit AML-Technologie (Advanced Mobile Location) arbeiten. Das Verfahren stellt bei einem Notruf der Leitstelle die metergenauen Standortdaten des Anrufers zur Verfügung.

Die Stiftung fordert Leitstellenbetreiber wie Städte, Landkreise und Hilfsorganisationen auf, alle Leitstellen in Deutschland flächendeckend mit der AML-Technologie auszurüsten. „Es muss alles Menschenmögliche dafür getan werden, um die neueste und effizienteste Technologie für die Lebensrettung einzusetzen“, sagt Pierre Enric Steiger, Präsident der Björn-Steiger-Stiftung. „Betreiber dürfen hier weder Kosten noch Mühen scheuen.“

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Rund 170 der 241 Leitstellen in Deutschland arbeiten nach Auskunft der Stiftung bereits mit AML. Allerdings werde noch nicht bei allen AML tatsächlich zur optimalen Einsatzsteuerung verwendet. Die anderen Leitstellen sollten in den kommenden Monaten folgen. Umgerechnet würden damit schon rund 79 Prozent der deutschen Bevölkerung erreicht.

Dass schon viele Leitstellenbetreiber die Umstellung auf die neue Technologie vollzogen hätten, sei sehr lobenswert, so Steiger. Das reiche aber noch nicht. „Bis Ende 2020 brauchen wir die flächendeckende Abdeckung von 100 Prozent, um wirklich optimale Versorgung im Ernstfall garantieren zu können“, fordert der Stiftungspräsident.

In anderen europäischen Ländern wie Österreich, Belgien, Finnland, den Niederlanden und Großbritannien sei AML-Technologie bereits seit mehreren Jahren in Betrieb. In Deutschland startete das System im Oktober 2019.

Bei AML werden im Falle eines Notrufs automatisch auf dem Smartphone des Anrufers alle verfügbaren Standortdienste aktiviert – auch wenn sie ausgestellt waren. Das Smartphone bekommt per GPS, W-LAN-Netze und Mobilfunkmasten in der Umgebung aktuelle Koordinaten. Die Standortdaten des Smartphones werden dann automatisch per SMS an die Leitstelle verschickt. Diese kann anschließend den alarmierten Kräften exakt mitteilen, wo sich die Einsatzstelle befindet.

In Deutschland läuft die Bereitstellung der Technik in der Leitstelle Freiburg und bei der Berliner Feuerwehr. Um Datenschutz zu gewährleisten, werden eingegangene Positionsdaten nach 60 Minuten gelöscht.

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