Behandlungsplatz: sinnvolle Option auch im Sanitätsdienst

Behandlungsplatz, BHPBremen (rd_de) – Der Behandlungsplatz (BHP) sollte eine feste Größe zur Bewältigung von Großschadenslagen sein. Mit ihm lässt sich ein Massenanfall von Verletzten (MANV) bzw. Erkrankten beherrschen. Doch auch im Rahmen eines Sanitätsdienstes kann der Behandlungsplatz wertvolle Dienste leisten.

Bei einem größeren Sanitätsdienst wie beispielsweise einem Marathonwettbewerb kann ein Behandlungsplatz ein wichtiger Bestandteil des Einsatzkonzepts sein. Nach einer Sichtung kann er als zentraler Ort für Versorgungen genutzt werden.

Am BHP werden nicht nur wichtige materielle und personelle Ressourcen gut strukturiert gebündelt. Er bildet auch einen wichtigen „Puffer“. Erschöpfte Sportler beispielsweise können am Behandlungsplatz soweit versorgt oder betreut werden, dass sie im Anschluss nach Hause entlassen werden. Der Transport in eine medizinische Versorgungseinrichtung ist dadurch hinfällig.

Voraussetzung hierfür sind allerdings eine gründliche Nachsichtung und ausführliche Risikoaufklärung des Patienten. Der Vorteil dieser Strategie ist nicht nur, dass Transportmittel auf diese Weise frei bleiben. Es können zudem viele Patienten – insbesondere der Sichtungskategorie Grün – mit wenig Personal versorgt und betreut werden.

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(Text: Dr. Maximilian Kippnich, Bezirksbereitschaftsarzt des Bayerischen Roten Kreuzes in Unterfranken; Symbolfoto: Markus Brändli; 05.01.2018)[3254]

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