Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Ärztliche Leitung des Rettungsdienstes auf sechs Schultern

(Bild: Kreis Gütersloh)Gütersloh (pm GT) – Der Kreis Gütersloh hat seit Kurzem ein dreiköpfiges Team, das sich die ärztliche Leitung des Rettungsdienstes teilt. Dr. Bernd Strickmann als ärztlichem Leiter Rettungsdienst (ÄLRD) stehen die Oberärzte Martin Deicke und Dr. André Kobiella als Stellvertreter zur Seite.

Alle drei sind Anästhesisten und besitzen die Qualifikation zum Leitenden Notarzt. Dr. Kobiella ist zusätzlich auch Allgemeinmediziner und hat gerade seinen Master of Health Administration (M.A.) absolviert. Deicke ist ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv, auch hier in einer Führungsposition. Beide sehen in dem Konstrukt, das innerhalb der Abteilung Bevölkerungsschutz jetzt gefunden worden ist, einen großen Vorteil. „Es ergeben sich unheimlich viele Synergieeffekte aus der ärztlichen Leitung und dem Dienst als Notarzt“, sagt Kobiella.

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Die Ärztliche Leitung Rettungsdienst im Kreis Gütersloh ist zuständig für Qualitätsmanagement und notfallmedizinische Fragen. Sie koordiniert unter anderem die Aus- und Fortbildung der Mitarbeitenden im Rettungsdienst. Obwohl der Kreis Gütersloh bereits im Jahre 2002 die Position des ÄLRD eingerichtet hatte, wurde dies erst 2015 zur gesetzlichen Pflicht.

Mit dem Notfallsanitätergesetz fiel der Funktion neue Aufgaben zu: „Wir überprüfen die Arbeit der Notfallsanitäterinnen und -sanitäter, insbesondere wenn es um vorab delegierte ärztliche Maßnahmen geht wie beispielsweise die Verabreichung starker Schmerzmittel – das geschieht jeden Tag mehrfach“, erläutert Strickmann. Er sorgt mit seinen beiden Stellvertretern auch dafür, dass Wissensstand und Können in den Rettungswachen auf einem einheitlichen Niveau sind.

Durch die Verzahnung von Notarzt-Einsatztätigkeit und ärztlicher Leitung haben die drei den direkten Draht zu den Teams der Rettungswachen. Die Leistungskontrolle, erläutert Strickmann, könne während der Einsatzpausen im Dienstzimmer erfolgen, dank elektronischer Einsatzprotokollierung bequem am Bildschirm.

Zu dritt gewährleistet das Team damit nicht nur die Qualität des Rettungsdienstes im unmittelbaren Zuständigkeitsbereich des Kreises mit seinen Rettungswachen in Halle (Westf.), Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz, Rietberg, Schloß Holte-Stukenbrock, Steinhagen, Verl und Versmold, sondern ist auch für das Rettungsdienstpersonal der Feuer- und Rettungswachen der Städte Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück zuständig.

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