Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

ADAC-Umfrage: 25% trauen sich keine Erste Hilfe zu

(Bild: succo/pixabay.com)München (ots) – Wie sichert man eine Unfallstelle ab? Was ist ein Rettungsgriff? Wie belebt man einen Menschen wieder? Eine aktuelle Umfrage des ADAC ergab, dass sich ein Viertel der Befragten zu Erster-Hilfe-Maßnahmen nicht in der Lage fühlen.

An der Online-Umfrage des ADAC nahmen rund 3.600 Personen aus allen Bundesländern teil. Sie wurden zu ihren Kenntnissen in Erster Hilfe befragt. Dabei zeigte sich, dass nur 55 Prozent der Befragten mit ihren Antworten richtig lagen. Allerdings wäre eine Mehrheit (52 Prozent) im Notfall dazu bereit, Erste Hilfe zu leisten. Ein Viertel ist sich nicht sicher und ein weiteres Viertel glaubt, zu Erster Hilfe nicht in der Lage zu sein.

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Die Hälfte der Befragten gab an, dass sie ihren letzten Kurs vor zehn oder mehr Jahren absolviert hätte. Fast alle Befragten (86 Prozent) würden im Notfall die 112 oder 110 wählen, um Hilfe zu holen. Die richtige und europaweit einheitliche Notrufnummer 112 kennen 66 Prozent.

Nur etwa jeder Zehnte wusste, wann man die Seitenlage anwendet – nämlich dann, wenn das Unfallopfer nicht bei Bewusstsein ist, aber normal atmet. Was zu tun ist, wenn eine bewusstlose Person nicht normal oder gar nicht mehr atmet, konnte nur knapp die Hälfte der Befragten auf Anhieb beantworten.

Schwer fielen den meisten dabei die Fragen zur Wiederbelebung. Zwar wussten zwei Drittel, dass man die bewusstlose Person auf einen harten Untergrund lagert. Aber das genaue Verhältnis von Herzdruckmassage (30-mal) zu Atemspende (2-mal) kannten nur etwa zehn Prozent. Sieben von zehn Befragten wussten, dass eine Herzdruckmassage auch ohne Atemspende möglich ist, beispielsweise aufgrund erhöhter Infektionsgefahr.

Die Befragten wollen im Ernstfall gerne selbst in der Lage sein zu helfen. 68 Prozent sprachen sich spontan für eine gesetzliche Pflicht zur regelmäßigen Auffrischung von Erste-Hilfe-Kenntnissen aus. 65 Prozent interessieren sich für eine Erste-Hilfe-App auf dem Smartphone, um ihre Kenntnisse auf den aktuellen Stand zu bringen.

Der ADAC hält Auffrischungskurse auf freiwilliger Basis für wichtig und plädiert dafür, schon in der Schule ein Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen.

Die ADAC Umfrage wurde in Kooperation mit „ADAC Gelbhilft“, einer Fortbildungseinrichtung im Bereich Erste Hilfe, sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft für Erste Hilfe (BAGEH) erarbeitet. In ihr sind viele deutsche Rettungsdienste vertreten.

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