ADAC: Sommerbilanz 2023 mit 1.500 Rücktransporten auf dem Luftweg

(Bild: Dr. Dieter Strembski/ADAC)München (ADAC) – Über 22.000 Hilfeleistungen wickelte der ADAC Ambulanz-Service im Sommer 2023 ab. Damit liegt die Einsatzbilanz unter der Zahl der Vorjahresmonate.

Seit dem Jahr 1973 erbringt der ADAC Ambulanz-Service Hilfeleistungen und führt Krankenrücktransporte weltweit teils mit eigenen Ambulanzjets durch. Das Jahr 2023 ist als Reisejahr wieder weitgehend unbeeinträchtigt von den Einflüssen Covid-bedingter Einschränkungen. Die Sommerbilanz weist die Rückkehr zur Normalität im Aufkommen von Hilfseinsätzen aus, wenngleich mit erheblichen organisatorischen Erschwernissen vor allem in Bezug auf die Anschlussbehandlung.

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Mit 22.163 Hilfeleistungen in den vier Sommermonaten Juni bis September liegt die Zahl trotz des wiederaufkommenden regulären Reisevolumens knapp neun Prozent unter der Zahl der Vorjahresmonate. Immerhin 438-mal waren in diesen 122 Tagen die ADAC Ambulanzjets unterwegs um erkrankte Mitglieder und Versicherte aus dem Ausland nach Deutschland zurückzuholen. Über 1.000 Krankentransporte mit Linienflügen mussten zusätzlich organisiert werden, 2.145-mal fand die Verlegung per Krankentransportwagen statt. In 751 Fällen organisierte der ADAC Ambulanz-Service für die Versicherten die Fahrzeugrückführung bei Fahrerausfall zum Heimatort.

Die größte Herausforderung stellt mittlerweile die ärztliche Weiterversorgung nach einem Krankenrücktransport dar. Der ADAC Ambulanz-Service organisiert im Normalfall eine Verlegung von Bett zu Bett, also vom Krankenhausbett im Ausland zum Krankenhausbett möglichst nahe dem Wohnort in einer geeigneten Klinik. ADAC Ärztinnen und Ärzte nehmen die Suche nach einem freien Krankenhausbett auf, doch vor allem ein Bett auf einer Intensivstation ist in einem deutschen Krankenhaus derzeit nur sehr schwer zu bekommen.

Im vergangenen Winter (Januar bis März 2023) führte der ADAC Ambulanz-Service allein für Reisende in Österreich 2.647 Hilfseinsätze durch – 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Viele davon nach einem Unfall beim Wintersport oder auf eis- und schneeglatten Wegen.

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