Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

21 Beatmungsgeräte für den Ennepe-Ruhr-Kreis

(Bild: Ennepe-Ruhr-Kreis)Schwelm (pm) – 21 neue Beatmungsgeräte vom Typ Weinmann Medumat Standard 2 hat der Rettungsdienst im Ennepe-Ruhr-Kreis Anfang November 2020 übernommen. Hinzu kommen sieben Thoraxkompressionsgeräte für die Notarzteinsatzfahrzeuge.

„Die bisher im Rettungsdienst genutzten und inzwischen mehr als zehn Jahre alten Beatmungsgeräte auf den Rettungswagen werden durch 21 hochmoderne Beatmungsgeräte ersetzt“, berichtet Alexander Stegemann, der als Ingenieur für den Rettungsdienst die medizinisch-technische Ausstattung der Rettungsfahrzeuge koordiniert. Die neuen Geräte ermöglichen über 13 intensivmedizinische Beatmungsformen, darunter eine erst seit kurzem verfügbare und besonders schonende Beatmungsfunktion während einer laufenden Reanimation.

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Die neuen Beatmungsgeräte bieten die Beatmungsmodi Volumenkontrolliert (IPPV, CPR, RSI, SIMV, SIMV+ASB, S-IPPV), Druckkontrolliert (PCV, aPCV, BiLevel+ASB, PRVC+ASV, CCSV) und Spontanatmung (CPAP, CPAP+ASB). Zudem verfügen die Geräte über eine vorinstallierte Bluetooth-Schnittstelle für die künftige Nutzung in Verbindung mit einer mobilen Datenerfassung. Verbaut worden sind die Beatmungsgeräte jeweils auf einer LifeBase 3 NG.

Als wertvolle Errungenschaft für die Notfallversorgung im Kreisgebiet bewertet auch Kai Pohl, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Ennepe-Ruhr-Kreis, die neuen Geräte: „Die neuen Notfall-Beatmungsgeräte übertreffen die aktuellen normativen Anforderungen an Beatmungsgeräte im Rettungsdienst bei weitem und ermöglichen eine individuell auf den Patienten angepasste Beatmung.“

Parallel dazu wird jedes Notarzteinsatzfahrzeug im Ennepe-Ruhr-Kreis mit einer mechanischen Reanimationshilfe des Typs Corpuls CPR in der Variante RecBoard ausgestattet. „Die Einführung dieser Geräte ermöglicht es uns, Reanimationen auch unter schwierigen Bedingungen wie zum Beispiel während einer Rettung mit der Drehleiter wirksam fortzuführen“, erläutert Pohl.

„Durch die einheitliche Gerätevorhaltung schaffen wir maximale Anwendungssicherheit bei allen Beteiligten“, ergänzt Stegemann. Gleichzeitig hätten die Mengenrabatte aufgrund der zentralen Beschaffung sowie die derzeit reduzierte Mehrwertsteuer dazu geführt, dass die Beschaffungskosten von insgesamt rund 500.000 Euro deutlich unter dem geplanten Ansatz lagen, so der Rettungsingenieur.

Demnächst werden mehrere hundert Mitarbeiter im Rettungsdienst sowie die Notärzte im Umgang mit den neuen Geräten geschult. Derzeit werden zunächst rund 60 Multiplikatoren ausgebildet. Diese schulen anschließen dezentral ihre Kollegen, bevor dann die Geräte auf die Fahrzeuge kommen.

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