Nordsachsen: Vertrag mit DRK aufgelöst


DRK Sachsen Symbolbild_Rettungsdienst_580Schkeuditz/Taucha (rd_de) – Der Landkreis Nordsachsen beendet vorzeitig die Kooperation mit dem bisherigen Rettungsdienst-Anbieter – dem DRK-Rettungsdienst. Ab Februar 2017 wird der Malteser Hilfsdienst die rettungsdienstlichen Leistungen in den Regionen Schkeuditz und Taucha übernehmen, hieß es am Donnerstag (26.01.2017) in der „Leipziger Volkszeitung“.

Mit dieser „Notvergabe“ des Rettungsdienstes an die Malteser reagiert der Landkreis laut Zeitung auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, in denen der DRK-Rettungsdienst Meißen stecken soll. Der Anbieter habe dem Landkreis signalisiert, die vertraglichen Leistungen nicht mehr zu den bisherigen Konditionen erfüllen zu können, berichtete die Zeitung. Eigentlich lief der Vertrag zwischen Landkreis und der Organisation noch bis Ende 2018.

„Wir hätten die Verträge mit Meißen gern bis zum Ende der Laufzeit realisiert gesehen“, bedauert die zuständige Dezernentin des Landratsamtes, Angelika Stoye, die Beendigung der Zusammenarbeit mit dem bisherigen Anbieter. Da dies aber nicht möglich sei, habe der Landkreis aufgrund der „dramatischen Entwicklungen der Rahmenbedingungen“ in dieser Woche kurzfristig reagieren müssen, teilte sie der „Leipziger Volksstimme“ mit.

Der DRK-Landesverband indes reagierte laut Zeitung überrascht auf die Beendigung der Zusammenarbeit. „Insbesondere, da die Durchführung des Rettungsdienstes im Landkreis Nordsachsen bis zum heutigen Tag beanstandungslos und ordnungsgemäß durch uns erfolgte. Ob das Kündigungsschreiben rechtlich überhaupt tragfähig ist, das prüfen gerade unsere Juristen“, sagte Vize-Pressesprecher Torsten Wieland der Zeitung.

(27.01.2017; Symbolfoto: M. Brändli)

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