Anamnese: Symptom-Check mit dem OPQRST-Schema


Anamnese, OPQRSTBremen (rd_de) – Mit dem Akronym OPQRST wird in der Rettungsmedizin ein Algorithmus bezeichnet, der zur genauen Bestimmung von Symptomen dient. Die einzelnen Buchstaben stehen dabei stellvertretend für einen Fragenkomplex, ähnlich wie es zum Beispiel vom ABCDE-Schema bekannt ist.

Der OPQRST-Algorithmus wird in der Regel im Rahmen des SAMPLER-Schemas abgefragt, das nicht zuletzt für die notfallmäßige Narkoseeinleitung relevant ist. Der OPQRST-Algorithmus wird dabei unter Punkt S („Symptoms“/Symptome) ins SAMPLER-Schema eingefügt.

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O – Onset, Beginn der Symptomatik: Wann und wie haben die Beschwerden begonnen? Plötzlich? Schleichend?)
P – Provocation/Palliation: Was verschlimmert oder lindert die Symptome? Eine besondere Haltung? Ein- bzw. Ausatmung?
Q – Quality: Welcher Art sind die Beschwerden, zum Beispiel brennender Schmerz oder Probleme bei der Ausatmung?
R – Radiation: Wo befinden sich die Beschwerden bzw. Schmerzen? In einer bestimmten Region? Ausstrahlend? Oder diffus?
S – Severity: Wie stark sind die Beschwerden? In der Regel bietet sich eine Skala von 0 bis 10 (0 = nicht vorhanden, 10 = extrem stark) an; die Skala kann zum Beispiel auch für die Quantifizierung von Atemnot angewandt werden.
T – Timing: Wie lange bestehen die Beschwerden bereits? Minuten? Stunden? Tage?

(Text: Dr. Maximilian Kippnich, Bezirksbereitschaftsarzt Bayerisches Rotes Kreuz in Unterfranken; Symbolfoto: Markus Brändli; 26.09.2017) [1159]

One Response to “Anamnese: Symptom-Check mit dem OPQRST-Schema”

  1. Hanseretter on September 27th, 2017 22:30

    Ich hoffe, das Alphabet hat noch genug Buchstaben für alle Algorithmen!

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