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Landkreis Goslar übernimmt Fachstelle für Telenotfallversorgung

15. Januar 2026

Foto: Landkreis Goslar

Goslar (GS; 15.01.2026) – Im Landkreis Goslar nimmt zum 1. Februar 2026 eine landesweite Fachstelle für das telenotfallmedizinische Versorgungssystem in Niedersachsen den Betrieb auf. Der Landkreis richtet dafür eine administrative, koordinierende und qualitätssichernde Stelle (AKQ-TNM) ein.

Das telenotfallmedizinische Versorgungssystem ermöglicht Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern bei ausgewählten Einsätzen eine ärztliche Unterstützung per Video- und Datenübertragung. Ziel ist es, medizinische Entscheidungen zu unterstützen und den Einsatz von Ressourcen im Rettungsdienst zu steuern. Das System ergänzt den bestehenden Rettungsdienst, insbesondere in ländlichen Regionen.

Grundlage für die Einrichtung der Fachstelle ist eine Vereinbarung zwischen dem Land Niedersachsen und dem Landkreis Goslar. Die Vereinbarung wurde von Innenstaatssekretär Stephan Manke und Landrat Alexander Saipa unterzeichnet. Manke erklärte, das telenotfallmedizinische Versorgungssystem sei ein wesentlicher Baustein für eine moderne Notfallversorgung in Niedersachsen.

Der Landkreis Goslar übernimmt die Aufgabe nach eigenen Angaben aufgrund seiner Erfahrungen in der Entwicklung und Erprobung der Telenotfallmedizin. Mit der AKQ-TNM soll der Übergang des Systems in den Regelbetrieb begleitet und weiterentwickelt werden.

Zu den Aufgaben der Fachstelle zählen unter anderem die Koordination der beteiligten Akteure, die Sicherstellung von Qualitätsstandards, die Begleitung des Regelbetriebs sowie die Auswertung von Leistungs- und Qualitätskennzahlen. Das Land stellt dem Landkreis dafür jährlich 350.000 Euro zur Verfügung.


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