Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Wassernotfälle nahmen glimpfliches Ende

(Bild: Feuerwehr Bonn)Erlangen/Bonn (ots) – Zwei Wassernotfälle in Erlangen (Bayern) und Bonn (NRW) endeten am Dienstag (09.02.2021) für die Betroffenen mit Unterkühlungen.

In Erlangen brach am Dienstag gegen 15:15 Uhr ein achtjähriges Mädchen beim Spielen auf einem teils zugefrorenen Teich ein. Das Kind hatte offenbar die Tragfähigkeit des Eises überschätze. Etwa brusthoch brach sie ein.

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Ein zehnjähriger Junge, der dies beobachtet hatte, machte Passanten auf die Notlage des um Hilfe rufenden Mädchens aufmerksam. Mehrere Personen zogen das Kind mithilfe eines Schlittens aus dem Wasser. Anwohner brachten dem Mädchen Decken und blieben bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes vor Ort. Laut Polizei kam die Achtjährige mit einer Unterkühlung ins Krankenhaus. Lebensgefahr bestand nicht.

Bereits eine Stunde zuvor war es in Bonn zu einem Wassernotfall auf dem Rhein gekommen. Der Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst waren gegen 14:10 Uhr zwei in Not geratene Personen in Höhe der Bonner Nordbrücke gemeldet worden. Darauf wurden zahlreiche Kräfte der Wasserrettung aus Bonn und dem Rhein-Sieg Kreis sowie Einheiten zur landseitigen Unterstützung entsandt. Auch Helfer der DLRG und ein Rettungshubschrauber waren im Einsatz.

Zunächst wurde umfangreich am linken und rechten Rheinufer erkundet, wo sich die Personen befanden und wie bei Hochwasser ein Zugang möglich war. Die Wasserschutzpolizei meldete, dass sich die Gesuchten im rechtsrheinischen Bereich nördlich der Friedrich-Ebert-Brücke befänden und dort an Bäumen festhielten. Sie waren mit einem Paddelboot unterwegs.

Sofort wurden an der gemeldeten Stelle die landseitigen Kräfte zusammengezogen. Über eine Landzunge im überschwemmten Bereich erfolgte die Rettung. Mehrere Feuerwehrleute – geschützt durch Nässe- und Kälteschutzanzüge – arbeiteten sich im Hochwasser führenden Rhein zu den Hilfesuchenden vor. Mithilfe eines „Rescue Sleds“, der speziell für Wasser- bzw. Eisnotfälle entwickelt wurde, gelang es, die beiden Personen sicher ans Ufer zu bringen. Hier übernahm sie der Rettungsdienst. In beiden Fällen stellten die Rettungskräfte und der Notarzt Unterkühlungen fest. Umgehend wurden sie in ein Bonner Krankenhaus gebracht.

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