Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
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Wanderin stürzt über 400 Meter in den Tod

(Bild: Olga von Plate/Bergwacht Bayern)Grainau (pol) – Bei einem tragischen Bergunfall im Bereich des Höllentalgebiets bei Grainau kam eine 53-Jährige am Sonntag (30.05.2021) ums Leben. Die Frau war über 400 Meter in die Tiefe gestürzt.

Am späten Sonntagabend wurde eine 53-Jährige als vermisst gemeldet. Zusammen mit ihrem 16-jährigen Sohn und einer 46-jährigen Freundin war sie gegen 10:15 Uhr von Grainau aus zu einer Wanderung zur Höllentalangerhütte gestartet.

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Um 14:00 Uhr trennte sich die Frau von ihren Begleitern und wollte einen anderen Weg ins Tal nehmen. Kurz vor 15:00 Uhr teilte die 53-Jährige über WhatsApp mit, dass ihr ursprünglich geplanter Weg gesperrt sei und sie einen anderen Weg nehme. Er sei mit circa sechs Stunden Gehzeit angegeben. Nachdem die Frau dann am späten Abend noch nicht zu Hause angekommen war und auch über ihr Telefon nicht erreicht werden konnte, wurde die Rettungsleitstelle verständigt.

Ein Hubschrauber der Polizei suchte noch in der Nacht im Höllentalgebiet, konnte die Vermisste jedoch nicht finden. Suchmaßnahmen durch Bergwacht und Polizei wurden aufgrund der Dunkelheit und des nicht eingrenzbaren Suchgebiets auf den nächsten Tag verschoben.

Am Montag (31.05.2021) machten sich dann zehn Einsatzkräfte der Bergwacht Grainau und vier Polizeibergführer auf den Weg. Außerdem wurde wieder ein Polizeihubschrauber zur Suche eingesetzt. Um etwa 09:45 Uhr wurde durch die Besatzung des Hubschraubers eine leblose Person in einer Schuttreiße unterhalb der Waxensteine entdeckt.

Nach ersten Ermittlungen war die 53-Jährige möglicherweise vom Pfad abgekommen, geriet in felsdurchsetztes Steilgelände und stürzte. Nach einer Fallstrecke von über 400 Metern über steilstes Gelände kam sie in einer Schuttreiße im Höllental zum Liegen.

Durch zwei Polizeibergführer und Einsatzkräfte der Bergwacht Grainau wurde die Verunglückte mittels des Polizeihubschraubers geborgen.

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