Vier Verletzte nach Unfall mit Rettungswagen

(Bild: Markus Leitner/BRK BGL)Bayerisch Gmain (BRK) – Am Donnerstagvormittag (31.12.2020) ereignete sich gegen 09:45 Uhr auf der Bundesstraße 20 bei Bayerisch Gmain ein schwerer Unfall, in den auch ein Rettungswagen des BRK verwickelt war.

Der Rettungswagen befand sich nach Angaben des BRK-Kreisverbandes Berchtesgadener Land auf dem Weg zu einem internistischen Notfall. Blaulicht und Martinhorn seien eingeschaltet gewesen, teilte das BRK mit. Ein entgegenkommendes Fahrzeug wollte nach links abbiegen, wobei der Pkw seitlich vom Rettungswagen erfasst wurde. Der Pkw blieb am Fahrbahnrand liegen. Der circa fünf Tonnen schwere Rettungswagen durchbrach eine Leitplanke und rutschte rund fünf Meter eine Böschung hinunter. Die abgerissene Leitplanke und der unebene Untergrund verhinderten, dass der Rettungswagen in den am Fuße der Böschung fließenden Weißbach stürzte.

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Nach ersten Einschätzungen der Einsatzkräfte zogen sich die beiden Insassen des Pkw (83 und 85 Jahre) und der Beifahrer (43 Jahre) des Rettungswagens schwere Verletzungen zu. Die 35-jährige Fahrerin des Rettungswagens erlitt leichte Blessuren.

Der Besatzung des Rettungswagens gelang es, sich selbst zu befreien. Die 85-jährige Pkw-Beifahrerin war im Fußraum eingeklemmt und im deformierten Auto eingeschlossen. Sie wurde von der Feuerwehr wenig später befreit. Ersthelfer schafften es zuvor, den 83-jährigen Fahrer zu befreien.

Die Leitstelle Traunstein schickte die Freiwilligen Feuerwehren Bayerisch Gmain und Bad Reichenhall sowie ein Großaufgebot des BRK zum Unfallort: darunter den Einsatzleiter Rettungsdienst, die Sanitätseinsatzleitung, vier Notärzte aus Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Salzburg, den Salzburger Notarzthubschrauber „Christophorus 6“, zwei Rettungswagen aus Bad Reichenhall und Teisendorf, einen Krankenwagen aus Bad Reichenhall sowie zwei Notfallkrankenwagen der ehrenamtlichen BRK-Bereitschaften Bad Reichenhall und Berchtesgaden.

Mehrere dienstfreie haupt- und ehrenamtliche Sanitäter und Ärzte kamen zum Teil noch vor den ersten Rettungsmitteln als Ersthelfer an die Unfallstelle und kümmerten sich um die Verletzten. „Christophorus 6“ flog die schwer verletzte 85-Jährige ins Salzburger Landeskrankenhaus. Die anderen Patienten wurden vom Rettungsdienst in Kliniken nach Salzburg bzw. Bad Reichenhall gebracht.

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