Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Stromausfall in Dresden brachte Retter ins Schwitzen

(Bild: (Symbol) Feuerwehr Dresden)Dresden (ots) – Gegen 14:00 Uhr kam es am Montag (13.09.2021) in Dresden zu einem flächendeckenden Stromausfall. Feuerwehr und Rettungsdienst verzeichneten in der Folge eine deutliche Zunahme von Einsätzen.

Die für einen solchen Fall vorgesehenen Abläufe innerhalb des Brand- und Katastrophenschutzamtes wurden aktiviert. Beispielsweise wurde das Brand- und Katastrophenschutzzentrum mit der Integrierten Regionalleitstelle Dresden (IRLS) in Dresden-Übigau während des Stromausfalls von einem Notstromaggregat mit elektrischer Energie versorgt. Die ankommenden Notrufe über die 112 konnten dadurch nahtlos weiterbearbeitet werden. Am frühen Abend waren zahlreiche Stadteile wieder am Netz; die Einsatzlage entspannte sich.

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Um das zu erwartende ansteigende Anrufaufkommen zu bewältigen, wurden alle freien personellen Ressourcen der IRLS aktiviert. Insgesamt 19 Kolleginnen und Kollegen hatten zwischen 14:00 Uhr und 16:00 Uhr insgesamt 270 Notrufe aus Dresden, den Landkreisen Meißen sowie Sächsische Schweiz/Osterzgebirge entgegengenommen. Das entspricht etwa dem 10- bis 15-fachen eines normalen Tags.

Unabhängig von dem zusätzlichen Anrufaufkommen durch den Stromausfall war das Einsatzaufkommen im Rettungsdienst am Montag stark erhöht.

Im Zusammenhang mit dem Stromausfall kam es innerhalb Dresdens zu 34 Einsätzen von Feuerwehr und Rettungsdienst. In 24 Fällen wurden die Einsatzkräfte alarmiert, weil Personen in Aufzügen steckengeblieben waren.

Der erste Notruf ging um 14:01 Uhr in der IRLS ein, wonach in einem Wohnhochhaus am Albert-Wolf-Platz eine Person in einem Aufzug steckengeblieben war. Sie wurden von der Feuerwehr aus ihrer Notlage befreit. Bei einem Großteil der Einsätze konnten sich die Personen allein befreien, da der Strom mittlerweile wieder vorhanden war. Weiterhin kam es zu vier Fehlalarmen durch automatische Brandmeldeanlagen, die in der IRLS einliefen.

Im Georg-Arnold-Bad kam es zu einer Überflutung durch Abwasser, weil die Hebeanlage durch den Stromausfall nicht mehr funktionierte.

Der Rettungsdienst wurde einige Male zu Patienten gerufen, bei denen die Heimbeatmungsgeräte durch den Stromausfall nur für eine begrenzte Zeit noch funktionierten.

Gegen 15:30 Uhr konnte die personelle Verstärkung in der IRLS zurückgefahren werden, da sich das Anrufaufkommen normalisierte.

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