Seenotretter befreien Segler aus Lebensgefahr

(Bild: Die Seenotretter - DGzRS)Juist (DGzRS) – Seinen Nordseetörn über das Pfingstwochenende hat sich ein Segler aus Österreich sicherlich anders vorgestellt: Am Pfingstsonntag (05.06.2022) geriet er in der Brandungszone vor der Insel Juist in eine lebensgefährliche Situation, aus der ihn erst die Seenotretter der Station Borkum befreien konnten.

Gegen 21:00 Uhr informierte die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven die deutsche Rettungsleitstelle See der DGzRS über den Notfall. Ein Segler war mit seiner Yacht vor Juist festgekommen. Bei ablaufendem Wasser und Nordostwind mit bis zu 38 km/h wurde er in der sehr gefährlichen Brandungszone zum Spielball der See. Immer wieder schlugen die bis zu eineinhalb Meter hohen Wellen gegen seine etwa zehn Meter lange Segelyacht und warfen sie auf die betonharte Sandbank.

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Umgehend alarmierten die Wachleiter die Seenotretter der Station Borkum, die mit dem Seenotrettungskreuzer „Hamburg“ sofort ausliefen. Zunächst konnte die Besatzung der „Hamburg“ selbst mit ihrem flachgehenden Tochterboot nicht dicht genug an den Havaristen herankommen, um eine Leinenverbindung herzustellen. Zudem war zu diesem Zeitpunkt der Wasserstand für einen Schleppversuch zu niedrig.

In der aufgewühlten See gelang es den Seenotrettern erst bei auflaufendem Wasser nach Mitternacht, mit dem Tochterboot den Havaristen ins tiefere Wasser zu ziehen. Anschließend schleppten sie die Yacht samt Segler mit dem Seenotrettungskreuzer sicher in den Hafen von Borkum. Der sehr erschöpfte Skipper blieb unverletzt.

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