Seemann von Skandinavien-Fähre ins Krankenhaus geflogen

(Bild: DGzRS)Travemünde (DGzRS) – Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) aus Travemünde und Grömitz wurden am Samstag (19.02.2022) wegen eines akut erkrankten Seemannes alarmiert. Der Mann befand sich auf einer Fähre, die Richtung Malmö (Schweden) unterwegs war.

Kurz nach 15:00 Uhr hatte sich der Kapitän der Fähre „Finnfellow“ bei der Seenotleitung Bremen der DGzRS gemeldet. An Bord habe ein Crewmitglied im Maschinenraum offenbar einen Herzinfarkt erlitten. Für derartige Fälle ist stets ein Notfallsanitäter der Johanniter in der Seenotleitung im Dienst. Er leitete Kollegen des akut Erkrankten an Bord der Fähre zur Reanimation an.

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Sowohl die freiwilligen Seenotretter der Station Travemünde als auch Grömitz forderten jeweils einen Notarzt an. Kurz danach liefen sie zur gemeldeten Position der Fähre aus. Parallel forderte die Seenotleitung zusätzlich einen Rettungshubschrauber an.

Zeitgleich trafen die Seenotretter aus Grömitz und Travemünde vor Ort ein. Mediziner und Seenotretter stiegen auf die Fähre über und übernahmen die Versorgung des Seemannes. Wenig später erreichte auch der Rettungshubschrauber „Rescue 01“ von NHC Northern Helicopter die gemeldete Position der Fähre. Von Bord der Maschine wurden weitere Rettungskräfte mit einer Winde zum Schiff abgeseilt.

Den Einsatzkräften gelang es, den Patienten so weit zu stabilisieren, dass er transportiert werden konnte. Über sieben Schiffsdecks trugen ihn die Seenotretter und Kollegen des Erkrankten aus dem Maschinenraum auf ein Oberdeck der Fähre. Dort nahm ihn „Rescue 01“ wiederum per Winde auf und flog ihn in ein Krankenhaus.

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