Produkt: Rettungs-Magazin 6/2020
Rettungs-Magazin 6/2020
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Schwerverletzte nach Unfällen beim Rodeln

(Bild: Timo Nirwing/Feuerwehr Sandkrug)Hatten/ Uhlstädt-Kirchhasel/Marktheidenfeld (FW/ots/BRK) – Zu schweren Unfällen beim Rodeln kam es am vergangenen Dienstag (09.02.2021) in Hatten (Niedersachsen), Uhlstädt-Kirchhasel (Thüringen) und Marktheidenfeld (Bayern). In zwei Fällen wurden Kinder verletzt.

In der Gemeinde Hatten bei Oldenburg verunglückte gegen 16:50 Uhr ein 8-Jähriger beim Rodeln mit seinem Schlitten in einem Waldgebiet. Dabei zog sich das Kind eine schmerzhafte Sprunggelenksfraktur zu.

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Der hinzugerufene Rettungsdienst aus Oldenburg und Delmenhorst forderte umgehend die Unterstützung der Feuerwehr Sandkrug an, weil sich der Junge mitten im Wald abseits vom Hauptwanderweg befand. Außerdem war abzusehen, dass Schnee und Eis die Rettung erschweren würden.

Nachdem der Junge vor Ort vom Rettungsdienst und einem Notarzt versorgt war, unterstützte die Feuerwehr den Transport aus dem unwegsamen Gelände zum Rettungswagen. Hier wurde das Kind dann weiter versorgt und anschließend in ein Oldenburger Krankenhaus gebracht.

Ebenfalls am Dienstagnachmittag kam es auch in Uhlstädt-Kirchhasel zu einem folgenschweren Rodelunfall.

Ein 54-jähriger Familienvater fuhr gemeinsam mit seiner Tochter sowie drei weiteren Kindern in einem aufblasbaren Kanu einen Rodelberg hinunter. Nach Angaben der Polizei kam er dabei vermutlich vom geplanten Weg ab und streifte Gestrüppe sowie einen Baum. Dadurch wurde die 10-jährige Tochter des Mannes schwer verletzt. Ein weiteres 11-jähriges Mädchen und der Mann selbst erlitten leichte Verletzungen. Über eventuelle Verletzungen an anderen beiden Kinder liegen keine Informationen vor.

Die 10-Jährige wurde vom Rettungsdienst versorgt und anschließend mit einem Rettungshubschrauber nach Jena in eine Klinik geflogen. Ihr Vater und das andere Mädchen kamen ebenfalls in ein Krankenhaus.

Am späten Dienstagnachmittag wurde der Rettungsdienst auch in Marktheidenfeld zu einem Schlittenunfall alarmiert. Die Einsatzstelle war aufgrund des unwegsamen Geländes sehr schwer zu erreichen. Die Leitstelle schickte daher auch die Bergwacht aus Frammersbach und Hösbach, die Feuerwehr Marktheidenfeld sowie die ehrenamtliche BRK-Unterstützungsgruppe Rettungsdienst Marktheidenfeld mit einem Allrad-RTW zur Unfallstelle. Dank des Allradfahrzeugs erreichten die Rettungskräfte die Einsatzstelle zügig. Ein Eingreifen der Bergwacht war deshalb nicht mehr erforderlich.

Die beiden Verletzten kamen nach der notfallmedizinischen Erstversorgung in nahegelegene Krankenhäuser. Über Art und Schwere der Verletzungen liegen keine Angaben vor.

Koordiniert wurde der Rettungseinsatz durch den diensthabenden BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst Main-Spessart. Die Feuerwehr Marktheidenfeld unterstützte die Rettung der Verletzten.

Produkt: Rettungs-Magazin 3/2019
Rettungs-Magazin 3/2019
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